#tradition – der Kraichgau

Ihr Lieben,

mit AliSa möchten wir #tradition, #moderne und #kreativität im Kraichgau sichtbar machen. Daher sind wir immer auf der Suche nach Geschichten aus dem Kraichgau. Heute haben wir Euch einen Text von Paul Zimmerman mitgebracht. Er beschreibt in seinem Text die Kraichgaulandschaft. Unter was für einem Namen kennt ihr den Kraichgau? Toskana des Nordens oder Land der 700 Hügel oder?

Kraichgaulandschaft

Einst dem Meere entstiegen, in endlosen Zeiten geformt, so breitet sich heute das Land.

Manchmal scheint es fast unscheinbar, einförmig sich weitend nach allen Seiten. Doch wer hier länger verweilt, spürt eine stille Heiterkeit und ein Verlangen nach Harmonie. Anmut webt in der Landschaft und stille Besinnlichkeit.

Am schönsten bist Du im Frühling, wenn du dich lieblich begrünst, die duftigen Wiesen wechseln mit den braunen Tönen der Äcker. Gleich riesigen Blumensträußen flammen die Kirschbäume auf, und hin und wider ziehn sich die blühenden Hecken.

Welche Fülle zeigt sich im Wald, der sich nun herrlich begrünt. Unter den Dächern von Buchen und Eichen duften die Himmelsschlüssel und die betäubenden Maiblumen. Welche Schönheit zeigt sich im Strauß der Margariten, in der saftigen Wiese gepflückt.

Aber zur Höhe schreitet das Jahr. Wo noch die samtenen Wellen des Getreides wogten, da schaut aus dem Wald von Halmen der Klatschmohn und die Kornblume hervor. Und über dem reifenden Korn jubelt die Lerche.

Fleißige Hände mähen das Getreide, und über den goldenen Garben liegt eine Woge von kommendem Brot.

Im Herbst neigen die Apfel- und Birnbäume sich und bieten die saftigen Früchte. Es neigt sich das Jahr. Im festlichen Schmucke zeigt sich die Hecke, voll von Früchten, zur Labe der Vögel und der Menschen. Und der Wald zieht sein schöntes Gewand an, wie Gold, von der Sonne hineingehaucht, glänzt es von den Bäumen, und es rieselt sachte herab auf die ermüdete Erde.

Die Saat fällt in den harrenden Boden, sie keimt und wartet auf kommende Tage. Grau duckt sich die Scholle, zerzaust zittert das Gras im herbstlichen Wind. Kleiner werden die Hügel, so scheint es, und stumm, bis eine Decke in Weiß sie einhüllt.

Müde ziehen die Krähen und krächzend zum nahen Wald. Doch, nach der Pause der Ruhe, mit den ersten Kätzchen am Strauch, mit Krokus, Narzissen und Veilchen, mit der höher strebenden Sonne bricht neu das Leben aus, entsprießt dem uralten Boden unter dem Segen des Regens und der Sonne eine neue Pracht!

Quelle: „Das Leben im Kraichgau in vergangener Zeit“ von Ludwig Vögely

Gerade sind wir mitten im Frühling und überall gibt es blühende Bäume zu entdecken. Schickt uns gerne eure Blütenbilder oder verlinkt uns auf Facebook / Instagram. Wir freuen uns auf eure Bilder.

Ein kleiner Hinweis noch: am kommenden Freitag binden wir virtuell mit euch die Palmsträuße. Vielleicht ist das ja eine Gelegenheit gleich zwei, drei zu binden und diese anderen vor die Tür zu legen? Die „Einkaufsliste“ findet ihr hier.

Bleibt dehaam un bleibt gsund

AliSa

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