Immer wieder kehrn wir heim, zur Ritterburg nach Neidenstein

Burg in Neidenstein. Copyright AliSa.

Bei unserem Spaziergang durch Neidenstein kommen wir an vielen Spots aus AliSas Ortsvorstellung im Juni vorbei.

Wenn ihr mit dem Auto anreist, parkt ihr am besten an der Von- Venningen-Halle. Hier startet auch unsere Beschreibung des Spaziergangs. Es ist aber auch kein Problem mit der S-Bahn anzureisen und vom Bahnhof aus zu starten.

Wenn ihr auf dem Parkplatz in der Ortsmitte aussteigt, steht ihr zwischen Von- Venningen- Halle, der Burgdorfgrundschule und dem Kindergarten Biberburg. Außerdem habt ihr einen perfekten Blick auf die ehemalige Zigarrenfabrik. Bis ins 20. Jahrhundert war der Tabakanbau der wichtigste Wirtschaftszweig in Neidenstein.

Zigarrenfabrik Neidenstein. Copyright AliSa.

Wechselt die Straßenseite und lauft mal direkt an der Zigarrenfabrik vorbei, seht ihr die „ältesten Graffitis“ von Neidenstein? Tatsächlich sieht man auf den Steinen Unterschriften und Notizen der Zigarrenmacher.

Weiter geht’s die Straße entlang. An der nächsten Kreuzung steht ihr vor einem rosafarbenem Haus: die ehemalige Judenschule, heute ein Wohnhaus. Wir biegen hier nach links in die Eschelbronner Straße ein. Und nach kurzem Anstieg gleich wieder rechts in den Galgenbuckel. Der Straße folgen wir,  bis wir vorm Friedhof stehen. Wer möchte, kann sich hier das Kriegerdenkmal zum Gedenken der Opfer des ersten und zweiten Weltkriegs ansehen.

Kriegerdenkmal Neidenstein. Copyright AliSa.

Früher stand das Denkmal auf dem heutigen „Kerweplatz“ in der Ortsmitte.

Wir laufen vor dem Friedhof an der Wandertafel vorbei steil den Berg hoch. Auf der linken Seite kommen wir an einer romantischen Bank vorbei mit Blick auf Neidenstein. Weiter bergauf gelangen wir schließlich zu den Von-Venningen-Gräbern. Genießt die Ruhe setzt euch auf die Bank und lauscht. Welche Vögel könnt ihr hören? Wer Lust hat, kann von hier einen Spaziergang durch den Schlosswald starten. Wir haben euch einen schönen ausgesucht, folgt einfach dem Link https://bit.ly/3gfaYxl .

Unser Spaziergang durch Neidenstein führt uns aber jetzt wieder bergab. Wir laufen nicht den gleichen Weg. Sondern parallel zu dem Weg, den wir gekommen sind geht rechts ein schmaler Trampelpfad durch die Wiese. Seht ihr ihn? Folgt diesem durch ein kleines Waldstückchen und ihr kommt an einem Tor raus: Durch das Tor hindurch steht ihr direkt vor der Burg.

Tor zur Burg. Copyright AliSa.

Die ältesten Teile dieser Höhenburg stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Burg wird auch heute noch von der Familie von Venningen bewohnt. Alle zwei Jahre am Altortfest darf man den Burgturm besichtigen.

Unser Rundweg führt uns die Treppen vor der Burg hinab. Unten angekommen steht ihr auf der rechten Seite direkt vorm Heimatmuseum. Das Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert gehört noch zur Vorburg. Der Verein für Kultur- und Heimatpflege kümmert sich um die Ausstellungsräume. In dem Gebäude gegenüber des Heimatmuseums befindet sich die alte Bibliothek, in der auch Trauungen stattfinden können.

Nach ein paar Schritten befinden wir uns dann schon vor der wunderschönen kleinen katholischen Kirche, die im Jahr 1880 erbaut wurde.

Brücke. Copyright AliSa.

Nach der Kirche führt unser Weg über eine Brücke, die nur von der Seite als Brücke zu erkennen ist. Die Brücke führt direkt auf „Neidensteins Hochhaus“ zu, glaub ihr nicht? Dann wartet mal ab, bis ihr das Haus von der anderen Seite seht.

Dann kommen wir zum Rathaus, das im Jahr 1773 erbaut und zuletzt  im Jahr 1991 renoviert und umgebaut wurde. Auf dem Platz vorm Rathaus sieht man auf dem Boden auch das Gemeindewappen. Das Wappen gibt es erst seit dem Jahr 1901. Es wurde von dem Familienwappen der Familie von Venningen abgeleitet. Auf dem Wappen erkennt man drei rote Lilienstäbe.

Gegenüber vom Rathaus befindet sich das Gasthaus Zum goldenen Adler. Öffnungszeiten findet ihr hier https://bit.ly/2NFoy0k .

Vor dem Rathaus biegen wir in die Bergstraße ein. Jetzt laufen wir gemütlich durchs Altort. Habt ihr das Neidensteiner Hochhaus schon von der anderen Seite entdeckt? Schaut euch die schönen Fachwerkhäuser und Scheunen an, die hier noch stehen. Alle zwei Jahre – immer am dritten Wochenende im August – findet hier in diesem Bereich das Altortfest mit Burgbeleuchtung statt.

Steg über die Schwarzbach. Copyright AliSa.

Am Ende der Bergstraße wechseln wir die Straßenseite und laufen über einen der Stege, die in Neidenstein zu finden sind. Nach dem Steg laufen wir links an der Schwarzbach entlang bis wir wieder an die Straße kommen. Falls ihr mit Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs seid, könnt ihr auch in der Daisbacher Straße ca. 100 Meter an der Schwarzbach entlang laufen, bis ihr vorm alten Milchhäusel steht. Darin befindet sich heute das Vereinsheim des Gesangvereins Concordia.

Den Mühlweg entlang müssen wir nun über die L 549, bitte seid hier besonders vorsichtig. Ein Stück entlang der Josef-Umdasch-Straße laufen wir über die Mühlbrücke und am alten Bahnwärterhäuschen über die Bahngleise. Ab hier könnt ihr auch einen romantischen Spaziergang über den Hohenbühl, die höchste Erhebung Neidensteins mit 257 mNN, machen. Den Weg haben wir euch hier https://bit.ly/2NErBWR aufgeschrieben.

Wir laufen aber weiter auf dem Viehtriebweg, vorbei an einer alten Tabakscheune und kommen zur Kreuzung zwischen Viehtriebweg- Schafbrunnenweg – Fuchslochweg und Am Bahndamm. Das landwirtschaftlich geprägte Gebiet rund um den Viehtriebweg grenzt hier direkt ans Gewerbe- und Industriegebiet mit vielen ortsansässigen Betrieben und Firmen.

Außerdem könnt ihr von hier noch den Rundweg über den Obstbaumweg laufen, den ihr hier https://bit.ly/2NOI9M1 findet.

Wir biegen in die Straße Am Bahndamm ab und laufen an den Schienen der S-Bahn entlang zum Bahnhof.

Von hier bieten sich euch gleich zwei Möglichkeiten weitere Rundweg zu laufen. Zum einen startet hier unser Rundweg über den Kallenberg durch den Wald zwischen Neidenstein, Eschelbronn und Epfenbach: Folgt einfach dem Link https://bit.ly/2Zg3inr . Und der zweite Spaziergang, der von hier startet ist der Menachem und Fred- Wanderweg zwischen Neidenstein und Hoffenheim. Er ist den Brüdern Fred und Menachem gewidmet, gebürtige jüdische Hoffenheimer, die 1940 ins Lager nach Gurs deportiert wurden und dort überlebt haben. Früher sind die zwei Brüder mit ihren Eltern diesen Weg immer samstags nach Neidenstein gelaufen, um dort ihre Großeltern und andere Verwandte zu besuchen. Der Wanderweg ist gut ausgeschildert und markiert. Ihr müsst immer den MF – Zeichen folgen.

Am Bahnhof befindet sich auch das Restaurant Zum Schiff. Die Öffnungszeiten findet ihr hier .

Kurz nach dem Restaurant zum Schiff laufen wir über eine Brücke und biegen gleich danach rechts ab in einen Feldweg. Den laufen wir dann am Bach entlang bis zum Plauderwinkel.

Plauderwinkel. Copyright AliSa.

Hier könnt ihr auf den Bänken Platz nehmen, die Aussicht zur Burg genießen. Wieso heißt diese Fleckchen wohl Plauderwinkel?

Den gleichen Weg laufen wir wieder zurück zur Bahnhofsstraße, biegen nach rechts ab und queren an der Ampel wieder die L 549.

Nach der Ampel, im ehemaligen Gebäude der Volksbank, befindet sich heute Mel’s Kaffee und mehr. Öffnungszeiten findet ihr hier https://bit.ly/3icTRh6 .

Wir laufen die Bahnhofstraße entlang, bis wir nach links in die Neue Straße abbiegen. Dort kommen wir an der Metzgerei Bommer vorbei und stehen bald wieder am schönen Festplatz vom Altortfest, Bushaltestelle, Milchhäusel, Bänke zum Verweilen und haben einen herrlichen Blick auf die Neidensteiner Burg. Gerade im Frühjahr, wenn die Bäume in voller Blütenpracht stehen, kann man hier wunderschöne Bilder machen.

Burgblick mit Blüten. Copyright AliSa.

Zum letzten Teil unseres Rundweges laufen wir den Kirchgraben hoch. Unten im Kirchgraben befindet sich die ehemalige Synagoge. Jahrelang ist man an dieser „alten Scheune“ einfach vorbeigegangen, ohne ihr Beachtung zu schenken. Mittlerweile zeigt ein Schild, dass dies eine ehemalige Synagoge ist. 1831 wurde sie als eine der größten Landsynagogen Badens eingeweiht. Nach 100 Jahren wurde sie umfassend renoviert, um dann in der Reichspogromnacht 1938 zerstört zu werden. Die Synagoge wurde nur wegen der nahestehenden Häuser und Scheunen nicht abgebrannt. Seit kurzem kümmert sich der Verein „Fördergemeinschaft ehemalige Synagoge Neidenstein“ um die Bewahrung der Synagoge.

Am Ende des Kirchgrabens findet ihr den Weg zur evangelischen Kirche. Diese wurde im Jahr 1700 neu errichtet und umgebaut, nachdem die alte Kirche zu klein wurde. Der Kirchturm kam dann um das Jahr 1770 dazu.

Von hier kann man auch schon das Ende unseres  Rundweges sehen. Vorbei am Zunftbaum und der Büchertelefonzelle (vielleicht wollt ihr ja noch einen Blick hinein werfen) stehen wir nun an unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz an der Von-Venningen-Halle.

Ortsmitte mit Zunftbaum. Copyright AliSa.

Viel Spaß bei diesem Spaziergang – hier die Zusammenfassung der Fakten:

  • Dauer: rund vier Kilometer
  • Kinderwagen: geeignet
  • Fahrrad / Laufrad: geeignet
  • Steigung: leicht

Ihr könnt dem Spaziergang auch direkt über den Link über euer Handy folgen.

Ihr wisst: Wir freuen uns immer über Bilder, also verlinkt uns doch einfach direkt mit #alisaheimaterleben bzw. taggt uns. Vielleicht findet ihr unterwegs einen de Alisa Glückssteine, die wir in Neidenstein ausgelegt haben.

Viel Spaß an der frischen Luft und bleibt gesund.

AliSa

PS: Wenn euch der Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über einen kleinen Zuschuss zu unserer virtuellen Kaffeekasse über diesen Link. Weitere Infos zu unserer virtuellen Kaffeekasse findet ihr hier. Vielen lieben Dank für eure Unterstützung.

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