Ortsvorstellung Lobbach

  1. März

Ein neuer Monat fängt an und das heißt für uns: eine neue Ortsvorstellung beginnt. Im März dreht sich hier alles um Lobbach. Lobbach liegt im Rhein-Neckar-Kreis. Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 1974: Die selbständigen Orte Lobenfeld und Waldwimmersbach wurden zusammengelegt.

Lobbach hat ca. 2400 Einwohner. Damit jeder – unabhängig von den sozialen Medien – die Möglichkeit hat, unsere Ortsvorstellungen nachzulesen, fassen wir diese ab sofort auf unserem Blog zusammen.

2. März

Nach der Zusammenlegung der Gemeinden Lobenfeld und Waldwimmersbach konnte man sich erstmal auf kein Gemeindewappen einigen. So war Lobbach für lange Zeit die einzige Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis ohne Wappen. Im Jahr 1966 einigte man sich dann auf dieses Wappen. Es enthält Elemente beider alten Wappen der Gemeinden.

Die Blasionierung lautet „in von Silber und Blau gespaltenem Schild ein erniedrigter Wellenbalken in verwechselten Farben, darüber vorn ein grüner Laub- und ein grüner Nadelbaum mit bewurzelten schwarzen Stämmen, hinten ein schwebendes silbernes Hochkreuz mit breiter werdenden Enden.“

3. März

Der Ort Lobenfeld wurde im Jahr 1229 zum ersten Mal erwähnt. Aber bereits viel früher gab es hier eine Römersiedlung.

Lobenfeld bestand zunächst aus nur wenigen Häusern, die sich rund um das Kloster ansiedelten. Deshalb übte die Ortsherrschaft auch das Kloster aus. 1801 war Lobenfeld dann dem Amt Dilsberg unterstellt. Wie bereits erwähnt, gehört Lobenfeld mittlerweile zum Rhein-Neckar-Kreis.

4. März

Die Lobefelder Narre,

die hewwe kon Parre,

die hewwe kon Mann,

der predije konn.

Dieser Spruch entstand in einer Zeit, in der sich die Lobenfelder keinen Pfarrer leisten konnten und so wurden sie von den Dörfern im Umkreis aufgezogen.

Außerdem nennt man die Lobefelder noch Buchfinken. Durch das Kloster hatte Lobenfeld früher einen großen Waldbestand. Die Männer arbeiteten im Winter im Wald und pfiffen gerne bei der Arbeit.

5. März

Auf dem Bild seht ihr das Lobenfelder Rathaus. Mit der Gründung der Gemeinde Lobbach im Jahr 1874 entstanden die Ortsteile Lobenfeld und Waldwimmersbach. Im Lobenfelder Rathaus wurde eine Verwaltungsstelle mit Grundamt eingerichtet.

7. März

Diese Kirche in Lobenfeld wurde im 13. Jahrhundert als Klosterkirche erbaut. Die Kirche wurde in der Geschichte des Klosters mehrmals umgestaltet und umgebaut. Die ältesten Wandbilder im Chor stammen etwa aus 1250.

Ab 1808 wurde das Landhaus der Kirche landschaftlich genutzt: als Scheune und Speicher. Dadurch wurde teilweise ein großer Schaden angerichtet.

1997 wurde die ganze Kirche umfangreich saniert und wird heute von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.

8.März

Um das Jahr 1900 lebten in Lobenfeld etwa 350 Einwohner von denen 310 katholisch waren. Seit 1735 mussten die Lobenfelder am Sonntag zum Gottesdienst nach Spechbach, da sie keine eigene katholische Kirche hatten. Im Oktober 1905 wurde dann die Herz-Jesu-Kirche geweiht.

9.März

Im gegensatz zur Klosterkirche gehört der Klostergarten nicht in den Besitz der evangelischen Kirchengemeinde, sondern zur Gemeinde Lobbach.  Hier finden sich zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung. Außerdem kann man sich hier im Garten auch trauen lassen.

10.März

Wenn man so an der ehemaligen Mauer des Klosters steht, kann man sich vorstellen, was für eine beeindruckende Wirkung das Kloster früher für Wanderer und Reisende haben musste, die sich über die kraichgauer Hügel näherten.

Auf staufischen Grund wurde im 12. Jahrhundert von Augustiner- Chorherren ein Kloster gegründet. Im 13. Jahrhundert kamen Augustiner-Frauen hinzu: das Kloster wurde ein Frauenkloster und blieb es auch. Im Laufe der Jahrhunderte siedelten sich innerhalb der Klostermauern mehrere Bauern an, sodass im 19. Jahrhundert fast ein eigenständiger Ortsteil aus dem Kloster wurde.

11.März

Seit dem jahr 1996 besteht eine Städtegemeinschaft mit der französischen Gemeinde Loury. Das Ziel ist „der Austausch zwischen beiden Gemeinden auf allen Ebenen und in allen bereichen.“ Dieser Partnerschaft wurde der Loury-Platz in Lobenfeld gewidmet, der als Parkplatz dient.

12.März

Vom Lobenfelder Sportplatz führt ein schöner Wanderweg zum Spechbacher Sportplatz. Dazu muss man die Himmelsleiter erklimmen: eine Treppe mit 165 Stufen.

Wenn man die Lobenfelder fragt, wie viele Stufen die Himmelsleiter hinaufführen, bekommt man nicht selten die Antwort: „Puh, wie viele Stufen? Weiß ich nicht genau, aber wenn man oben ankommt, bekommt man keine Luft mehr.“ Probiert es doch selbst einmal aus.

13.März

Diesen Kreisverkehr findet man mitten in Lobenfeld. Auf diesem sieht man das Wappen der Gemeinde Lobbach. Außerdem einen Wegweiser: Richtung Kraichgau führt uns nach Mönchzell/meckesheim, Richtung Odenwald führt uns nach Waldwimmersbach.

14.März

Wenn man von Lobenfeld Richtung Heidelberg/Dilsberg fährt, hat man einen wundervollen Ausblick: zum einen Richtung Königstuhl, zum anderen Richtung Odenwald. An diesem Tag im Februar hatten wir zusätzlich einen wundervollen blauen Himmel. Ist der Blick nicht wunderschön?

15.März

Ein besonderer Verein, den es in Lobenfeld gibt, ist der Golfclub Heidelberg- Lobenfeld e.V. Der Verein wurde im Jahr 1968 gegründet. Der Golfclub beteiligt sich am Umweltprojekt „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“.

16.März

Heute haben wir einen neuen Spaziergang für euch im Blog aufgeschrieben (Link in Bio). Der Weg führt uns von Lobenfeld durch den Wald nach Waldwimmersbach und am Bach entlang wieder zurück. Dort befindet sich auch die Fischerhütte. Hier findet am 1. Mai immer das Fischerfest statt.

Am Bach findet ihr außerdem einen Naturlehrpfad.

17.März

Waldwimmersbach wurde bis ins 17. Jahrhundert nur Wimmersbach genannt. Erstmals wurde es urkundlich 1306 erwähnt. Ab 1369 gehörte es zu dem Amt Dilsberg. Ab 1803 war Waldwimmersbach badisch und gehörte zum Amt Mosbach.

Waldwimmersbach liegt schon im kleinen Odenwald und hat viele tolle Wanderwege. Wir werden euch auch noch ein paar vorstellen.

Heute hat Waldwimmersbach etwa 1200 Einwohner.

18.März

Die Waldwimmersbacher tragen den Uznamen „Russen“. Sie sollen früher in Kriegszeiten fremde Soldaten betrunken gemacht und ihnen die Kriegskasse gestohlen haben. Noch heute feiert man die „Russenkerwe“, die an diesen Namen erinnert. ⁠

19.März

Die Hauptverwaltung der Gemeinde Lobbach befindet sich im Rathaus in Waldwimmersbach.

Seit 1987 befindet sich das Rathaus im ehemaligen Gasthaus „Zur Post“. Am Gebäude lassen sich noch die ehemaligen Schilder erkennen.

20.März

Im Jahr 1494 wurde in Waldwimmersbach zum ersten Mal eine Kapelle erwähnt. Da diese im Laufe der Jahre aber zu klein wurde, entschied man sich dafür sie abzureisen und an gleicher Stelle im Jahr 1792 die evangelische Kirche zu errichten. Durch einen Blitzschlag wurden 1886 die Empore und die Orgel zerstört. ⁠

Im Laufe der Jahre wurde die Kirche mehrmals saniert und renoviert. Die letzte große Innenrenovierung fand 2006 statt.⁠

21.März

1739 war der Bau der katholischen Kirche St. Peter und Paul, die im barocken Stil errichtet wurde, abgschlossen. Die Gemeinde hatte sich damals finanziell mit dem Bau der Kirche so übernommen, dass sie beim Kurfürsten um die Stiftung der Meßgegenstände und Meßgewänder bat. ⁠

22.März

Die Nepomukstatue stammt aus dem Jahr 1781.  Sie befindet sich auf einer Brücke über dem Lobbach. ⁠

Johannes Nepomuk war ein böhmischer Priester und Märtyrer, der 1729 heilig gesprochen wurde. Er gilt als Brückenheiliger.⁠

23.März

Anfang März haben wir uns mit Nadine und Christoph von der Mode- und Bettenwelt Kreß in Waldwimmersbach getroffen. Mode und Betten aus Waldwimmersbach? Wie, wie lange schon und warum das so gut passt, haben uns die beiden erklärt.

Nadine und Christoph führen das Familienunternehmen mittlerweile in dritter Generation.

Im Jahr 1950 wurde das Unternehmen von Nadines Opa Helmut Kreß gegründet. Nach dem Krieg fing der gelernte Schreiner an, Möbel zuzukaufen und wieder zu verkaufen. Seine Frau steig schließlich mit Haustextilien in das Unternehmen ein, da Mode in dieser Zeit noch nicht gefragt war.

„Hier in diesen Räumen fing mein Opa an und über die letzten Jahrzehnte haben meine Eltern und jetzt wir das Haus immer weiterentwickelt und vergrößert,“ erzählt uns Nadine. Wir stehen im kleinen Café, dass mittlerweile zur Mode- und Bettenwelt gehört und man kann sich kaum vorstellen, dass DAS früher der ganze Laden gewesen ist.

Nadine studierte Betriebswirtschaft und weiß, dass der Standort Waldwimmersbach für ein solches Unternehmen objektiv betrachtet schwierig ist. „Wir bieten unseren Kunden nicht nur eine gute und faire Beratung. Wir haben außerdem kostenlose Parkplätze direkt hinterm Haus und mittlerweile sogar eine E-Tankstelle für unsere Kunden. Seit 2019 sind wir auch barrierefrei,“ sagt Christoph. Die Stammkunden wissen das zu schätzen und guter Service spricht sich rum.

Christoph stieg 2018 fest in das Unternehmen mit ein. Gemeinsam haben sie für den Umbau und die Aufwertung der Schlafabteilung viel investiert. Dieser Schritt wurde 2020 mit dem Haustex-Star „Bettenfachhändler des Jahres 2020“ belohnt.

Wir haben die beiden zum Abschluss gefragt, was sie uns und den Lesern mit auf den Weg geben wollen. Darauf fand Nadine die passenden Worte: „Wichtig ist es gerade in dieser Zeit, die Augen offen zu halten! Schaut nach den kleinen Geschäften in den Nachbarschaft. Gegenseitige Unterstützung ist so wichtig.“

Wir bedanken uns bei den beiden für die Zeit, die sie sich für uns genommen haben und wünschen ihnen Durchhaltevermögen in dieser schwierigen Situation. Außerdem hoffen wir, dass das 70-jährige Jubiläum (welches eigentlich im Jahr 2020 stattgefunden hätte), bald gebührend nachgefeiert werden kann.

24. März

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach:⁠

Klipp klapp.⁠

Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach:⁠

Klipp klapp.⁠

Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot,⁠

Und haben wir dieses, so hat’s keine Not.⁠

Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!⁠

⁠In diesem Hof stand die erste Waldwimmersbacher Mühle, die vermutlich aus dem 10./11. Jahrhundert stammte. 1963 wurde die Mühle stillgelegt.⁠

25.März

Heute nehmen wir euch mit zum Wanderparkplatz Rehhecke. Von dort aus gibt es einige Rundwege – wir sind auch einen gelaufen, diesen findet ihr ab sofort auf dem Blog – Link in Bio. Im Sommer ist es wunderschön am Bach entlang zu laufen.

26.März

Die Quelle findet ihr an der L595 zwischen Waldwimmersbach und Haag. Laut in steingeklopfter Jahreszahl wurde sie wohl im Jahr 1915 gefasst. Ein beliebter Ort um mit eigenen Kanistern und Behältern Wasser zu holen.⁠

27.März

Die Buchwaldhütte liegt auf 268m in Richtung Mückenloch. ⁠

Sie verfügt über einen Außen- und Innenbereich und bietet Platz für 20-60 Personen. Die Hütte kann über die Gemeinde angemietet werden. Von der Hütte kann man auch tolle Spaziergänge durch den Wald starten.⁠

⁠28.März

Der Lobbach ist der namensgebende Bach der Gemeinde Lobbach 🙂 Anders als die meisten vermuten setzt sich der Namen der Gemeinde nicht aus den Namen der Ortsteile LOBenfeld und WaldwimmersBACH zusammen. ⁠

29.März

Mitten im Wald findet ihr den Steinernen Tisch. Laut der eingeschlagenen Jahreszahl wurden der Steinerne Tisch 1851 und die Hütte, die früher als Waldhüterhäuschen genutzt wurde, im Jahr 1869 errichtet.  Ein wunderschönes idyllisches Fleckchen, das zum Verweilen einlädt. Schon früher war dieser Ort ein beliebtes Wanderziel. ⁠

⁠Auf unserem Blog haben wir euch einen Spaziergang rund um den Steinernen Tisch aufgeschrieben. (Link in Bio).⁠

30, März

Im Vorfeld haben wir schon einmal die „Russenkerwe“ genannt die in Waldwimmersbach gefeiert wird. Kerwe oder Kirchweih gibt es nahezu in jedem kleinen Örtchen – aber mit Sicherheit „nur so“ in Waldwimmersbach. Was die Russenkerwe so besonders macht, erklären uns die Wimmersbacher Kerweborscht:

Alles fing Ender der 80er Jahre an, dass die Kerweborscht die Idee hatten „Ihre Kerwe“ mal im Stile „Ihres Uznamen“ zu feiern – die Russenkerwe 1989 war die erste Mottokerwe und ist seither die Besonderheit der Wimmersbacher Kerwe. Jedes Jahr aufs Neue rufen wir Kerweborscht zu einem anderen Motto auf um das es sich dann über das ganze Kerwewochenende dreht – im Besonderen am Kerwesamstag zum Themenabend mit Bühnenprogramm durch uns Kerweborscht und am Sonntag zum Kerweumzug mit Mottowagen von Vereinen und privaten „Mitfeierern“ – manch einer möge sagen, es grenzt an Fasching im September.

So gab es in Waldwimmersbach am 3. Septemberwochenende schon einiges zu sehen, zu bestaunen und zu „befeiern“. Beim Motto sind unserem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt, so feierten wir schon die Vikinger, Römer und Ägypter, aber auch die Asiaten, Franzosen, Griechen oder Briten. Wir präsentierten auch schon die Oscar-Nights zur Hollywood-Kerwe, die Superstars, einen Zoo und außerirdisches Leben. Auch Politisch können wir: Die EU-Gipfel-Kerwe zur Einführung des Euros wurde 2002 gefeiert!

Einfach mal vorbeischauen und selbst vom Spektakel überzeugen! Und hier bei Facebook abonnieren!J

Viele Grüße

Die Russe Kerwebuwe

Bild von der Kerwebuwe

31.März

Heute verabschieden wir uns schon wieder vom März und somit von Lobbach mit diesem tollen Blick auf Waldwimmersbach. Ab heute könnt ihr auf unserem Blog die ganze Ortsvorstellung noch einmal nachlesen (Link in Bio).⁠

⁠Im April stellen wir euch dann ein anderes Dorf vor! Habt ihr schon eine Vorstellung welches?⁠

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