Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Laura und Ihr Ludwighof

Heute haben wir wieder eine #derkraichgauistmehr Persönlichkeit. #derkraichgauistmehr ist unsere Rubrik, in der wir Menschen vorstellen, die sich alle auf ihre ganz eigene Art und Weise für den Kraichgau einsetzen. Wir freuen uns sehr euch heute Laura vorstellen zu dürfen. Kennengelernt haben wir uns über Instagram – faszinierend, wie viele tolle Menschen, wir nun schon über Social Media kennenlernen durften. Viel Spaß beim Kennenlernen von Laura und Ihrer Geschichte – O-Töne haben wir wieder in Anführungszeichen gesetzt.

Nachhaltigkeit leben, im Kreislauf der Jahreszeiten zu Hause, zu verarbeiten, was verfügbar ist – das alles ist Lauras Familie wichtig. 2019 sind sie auf der Suche nach einem Ort, wo sie Arbeit – ökologische Sanierung von Häusern – und Leben verbinden können, entdecken den Ludwighof und sind sich sofort einig: hier wollen sie leben und arbeiten.

Der Ludwighof. Copyright AliSa.

Was folgt sind die ökologische Kernsanierung des Hofes – der zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammt – und die Restaurierung des Räucherofens, sowie der Aufbau eines Steinbackofens.

Mittlerweile betreibt Laura den Hofladen, ihr Vater backt das Brot, räuchert Fisch, stellt Wurstwaren her und ihre Mutter ist für den Kuchen zuständig. Jeder bringt sich ein und so ist ein wunderbarer Ort mitten im Kraichgau entstanden.

„Ich möchte einen Begegnungsort schaffen, einen Ort, wo die Menschen gerne hinkommen. Eine schöne Zeit haben.“ Und hier kommt man definitiv gerne hin. Als wir das erste Mal den Innenhof betreten, sind wir sofort fasziniert von der Schönheit aber auch der Ruhe, der dieser Innenhof ausstrahlt.

Laura. Copyright Laura.

Laura möchte genau diesen Innenhof durch kleine Veranstaltungen wieder zugänglich machen. Auch Frühstück soll es kommendes Jahr im Freien geben. Wenn es die Pandemie wieder zulässt, bietet sie es auch wieder im hofeigenen Café an. Sie wäre derzeit jedes Wochenende ausgebucht. Wusstet Ihr, dass genau in diesen Räumen früher das Gasthaus Rössle war?

Laura und ihre Familie schließen den Kreislauf und schaffen mit ihrem Konzept einen wunderbaren Ort im Kraichgau. Zur Begegnung, zum Einkaufen von nachhaltig produzierten Lebensmitteln, zum Verstehen, was das Leben in den Jahreszeiten bedeutet. Noch lange haben wir uns ausgetauscht, sind von einem Thema ins nächste gekommen, haben gemeinsam einen Kaffee getrunken und waren für einen Moment völlig eingetaucht in die Geschichte des Ludwighofs.

Was ihre Pläne sind, fragen wir zum Abschluss des Gesprächs. „Irgendwann im Hof stehen und sehen, was wir alles geschafft haben, zu sehen, dass der Ludwighof lebt – das würde mich stolz machen.“

Liebe Laura, vielen Dank für deine Zeit und den Austausch. Zu sehen, was du mit deiner Familie dort verwirklichst, ist toll! Aus der Tradition kommend, in der Gegenwart aktiv und ausgelegt für die Zukunft, einfach #derkraichgauistmehr

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Ein Gespräch mit Mel von Mel’s – Kaffee und mehr

Ihr Lieben,

Gastronomie leb ich und lieb ich“ – dieser Satz stammt von Melanie Westermann-Weis, die Namensgeberin und Inhaberin von „Mel’s – Kaffee und mehr“ in Neidenstein.

Mel ist durch und durch eine Powerfrau, die mit ihrer Energie dazu beiträgt, den Kraichgau erlebbar zu machen. Wir treffen uns mit ihr zum Gespräch in ihrem Café. Schon von außen fällt auf, dass viel Herzblut und Liebe zum Detail in der Dekoration steckt. Dieser Eindruck bestätigt sich im inneren – überall kleine weihnachtliche Ecken, man kann sich sofort wohlfühlen. Leider wird Mel`s momentan aus gegebenem Anlass kaum mit Leben gefüllt.

Bild Dekoration im Inneren. Copyright AliSa.

Aber dazu gleich mehr. Mel und ihr Café, ihre Liebe zur Gastronomie, das Thema Nahversorgung und ihr Bemühen mit der aktuellen Coronaverordnung wollen wir euch nun im folgenden Artikel genauer vorstellen.

Taucht mit uns ein in diesen #derkraichgauistmehr Beitrag, wir wünschen euch viel Spaß! Die O-Töne von Mel haben wir wieder in Anführungszeichen gesetzt.

Melanie Westermann-Weis, genannt Mel, ist eine gebürtige Neidensteinerin. Sie und ein Schulfreund haben bis Februar 2009 das Neidensteiner Gasthaus „Zur Sonne“ gepachtet und erfolgreich geführt. Zu dieser Zeit war das Gasthaus weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und auch heute noch wird Mel von ihren Kunden immer wieder mit der Sonne in Verbindung gebracht. „Die Sonne ist definitiv mein Ding gewesen“ – sagt Mel. Aber es kam dann anders.

Der Reihe nach.

Mel hatte schon immer den Wunsch, irgendwann ein kleines Café zu eröffnen, in dem die Menschen sich treffen, unterhalten und wohlfühlen können. Während ihre Familie das immer mit den Worten „du und deine Ideen“ abtat, reifte bei ihr die Vorstellung. Es fehlte nur eine passende Räumlichkeit. Zunächst dachte sie an den ehemaligen „Kressebäcker“ – den Neidensteinern Ü50 noch ein Begriff, aber hier wären die Umbaumaßnahmen zu aufwendig. Nachdem am 30. April 2017 das Bäckerei- und Lebensmittelgeschäft Maurer geschlossen hat, kam die Überlegung dort ein Café aufzubauen – aber auch hier zeigten sich auch nötige Umbaumaßnahmen.

Aber wie gesagt: Mel ist bekannt und so kamen im Frühjahr 2017 der Gemeinderat Helmut Kimmel und Bürgermeister Frank Gobernatz hörten von Ihrer  Idee und kamen auf sie zu: Die Gemeinde hat vor das leerstehende Gebäude der ehemaligen Volksbankfiliale zu kaufen und sie soll darin ein Café mit Brötchenverkauf eröffnen, um so die örtliche Infrastruktur wieder mit auszubauen.

Mel war Feuer und Flamme und so fing sie sofort mit den Planungen an. Und darum können wir heute hier sitzen und einen leckeren Latte Macchiato genießen.

Blick ins Innere. Copyright AliSa.

„Ich habe mir das Ganze von Anfang an leichter vorgestellt“, erzählt Mel weiter und berichtet von ihren „Startschwierigkeiten“. Der Traum, ein Café kombiniert mit einer Möglichkeit zur Nahversorgung, gerade für die älteren Menschen, stellte sich als schwierig heraus. Die Bürger hatten sich nach neuen Möglichkeiten zum Einkaufen umgesehen, nachdem  mim Maurer die letzte kleine Einkaufsmöglichkeit im April 2017 geschlossen hatte. Und auch die Metzgerei Bommer und das Lagerhaus haben ihr Sortiment in dieser Zeit aufgestockt. So war Mel schnell klar: „Entweder ich veränder mich – oder ich geh bankrott.“

Immer wieder neue Ideen am Ausprobieren, wurde ein Mittagstisch ins Leben gerufen, der nicht nur bei Mitarbeitern von Betrieben in Neidenstein gut ankommt. „Auch aus Waibstadt und vielen anderen umliegenden Gemeinden wird das Angebot dankend angenommen.“

Mel kocht selbst in ihrer kleinen Küche im Mel`s. In „normalen“ Zeiten gibt es eine großzügige Frühstückskarte, einen abwechslungsreichen Mittagstisch und zweimal die Woche (immer dienstags und donnerstags) gibt es jetzt auch Abendessen. Seit diesem Sommer hat sie auch einen Biergarten – es empfiehlt sich vorher zu reservieren.

Auch wenn es im Sommer mit Frühstück und Biergarten gut lief und sie sich mittlerweile eine treue Stammkundschaft aufgebaut hat, trifft sie der zweite Lockdown hart. Trotz allem ist Mel ein sehr positiv denkender Mensch. „Gastronomie machst du, weil du‘s lebst und liebst“  und so fallen ihr immer wieder neue Ideen ein. Im April konnte man zu Ostern Fisch bestellen, zu Muttertag gab es ein Spargelessen und jetzt gibt es eine großzügige Karte mit Gerichten, die wöchentlich wechseln oder „Dauerbrennern, die immer gehen“ zur Zeit halt nur als Abholservice. Die Karte findet ihr auf Mel’s Facebook oder Instagram-Seite oder über ihre Homepage .

Leckeres Essen. Copyright Mel.

Vielen Dank liebe Mel, dass wir hinter die Kulissen von „Mel’s – Kaffee und mehr“ schauen durften und du dir die Zeit für uns genommen hast. Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt unsere Lieblingsrestaurants, den Einzelhandel vor Ort usw. unterstützen.

Mel hat noch etwas Besonderes für euch. Sie hat uns einen Gutschein über ein Neidensteiner Frühstück und einen Mel’s Toast für ihr Türchen gegeben – vielen, vielen Dank!

Wenn ihr mögt, dann kommentiert direkt hier oder auf Facebook / Instagram bis heute Nacht 24Uhr, wie ihr momentan Restaurants oder Cafés unterstützt. Wir losen dann unter allen aus. Bitte beachtet, dass es keinen Rechtsanspruch gibt und seid bitte über 18 Jahre alt, lieben Dank.

Liebe Grüße

Alina und Sarah

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Cornelia und Friedhelm – Weingut Koch

Das Wein-Anbaugebiet Kraichgau ist eines von 9 Anbaubereichen in Baden. Geprägt von Sonnenstunden und Lössboden gedeiht so, neben vielen anderen Sorten, der Auxerrois – die Rebsorte, die so typisch für den Kraichgau ist.

Für unseren geplanten Kraichgau schmecken Spaziergang waren wir im Sommer auf der Suche nach einem Weingut hier aus dem Kraichgau und so haben wir das Weingut Koch kennengelernt.

Gerne erinnern wir uns zurück an unser erstes Gespräch – so eine Offenheit, ein direktes gegenseitiges Vertrauen. Das hat uns sehr gefreut und uns wieder einmal gezeigt #derkraichgauistmehr

Wir nehmen Euch nun mit in ein Handwerk des Kraichgaus, was nicht nur mit der Natur lebt, sondern in der Natur zu Hause ist. Ein Tipp von uns: genießt den Beitrag doch mit einem Glas Wein.

Friedhelm und Cornelia Koch haben 1983 ihr Weingut im Nebenerwerb gegründet. Die Eltern von Friedhelm hatten ebenfalls Weinberge im Nebenerwerb und die Trauben an die Winzergenossenschaft abgeliefert.

Weingut Koch in Dielheim. Copyright AliSa.

Friedhelm und Cornelia entscheiden sich dazu den Wein selbst auszubauen. Und Jahr für Jahr wird es mehr. Mehr Weinberge, mehr Wein, mehr verkaufte Flaschen. Der Platz wird knapper und knapper und der Entschluss reift: aus dem Nebenerwerb raus, rein in die Selbstständigkeit. Im Dezember 1997 beziehen sie das selbst geplante und erbaute Weingut am Rande von Dielheim.

Cornelia und Friedhelm Koch. Copyright AliSa.

Was für sie der Weinbau ausmacht, fragen wir. „Das ist Leidenschaft und Lebensgefühl gleichermaßen.“

Bei dieser Aussage bleiben wir länger hängen.

Mit dem Weinbau lebt man nicht mit der Natur, sondern in der Natur. So sprechen die Beiden sehr klar und bedacht darüber, dass man nur die Ressourcen nutzen kann, die man zur Verfügung hat. Nicht zu viel produzieren, nicht den Boden ausbeuten und gleichsam annehmen, wenn das Wetter Kapriolen schlägt – nicht hadern, denn das Wetter kann man nicht beeinflussen.

„Gerade die Bedeutung von den Ressourcen, in unserem Fall die Weinreben, nicht überstrapazieren, ist doch das, was einen gesunden Kreislauf ausmacht.“ stellt Friedhelm fest.

Die Beiden arbeiten seit Jahrzehnten Hand in Hand und in der Natur. Wir durften bei der Weinlese kurz in den Keller und zusehen, wie aus den Trauben später Wein wird – dieser Kreislauf ist und bleibt faszinierend. Aber dazu später noch mehr!

Viel sprechen wir darüber, dass Wein aus anderen Lagen in Deutschland deutlich bekannter ist, als hier aus dem Kraichgau. Der Kraichgau ist vielseitig, durch den mineralhaltigen Boden finden hier viele Pflanzen optimale Bedingungen, um zu reifen. Und so ist das Hügelland neben den Weinbergen geprägt von Kornfeldern, Streuobstwiesen, Maisfeldern und Wald.

Gerade diese Vielfalt ist es auch, was die Region so lebenswert macht. „Du bekommst hier alles, was Du zum Leben brauchst.“ Das ist eine Aussage, die wir einfach stehen lassen, weil diese so vielsagend ist.

Während unseres Gesprächs kommen und gehen immer wieder Kunden. Diese Offenheit ist die ganze Zeit spürbar – egal, ob die Kunden zum ersten Mal da sind oder langjährige Kunden – jeder fühlt sich direkt wohl.

Friedhelm und Cornelia Koch sind für uns #derkraichgauistmehr Persönlichkeiten. Sie haben ein Weingut nach Ihren Vorstellungen geschaffen, leben im Kraichgau, schätzen die Vielfalt und setzen sich tagtäglich für diese Vielfalt ein und gehen neue Wege!

Umso freut es uns Euch heute etwas Tolles mitteilen zu dürfen:

Wir machen den Wein hier im Kraichgau für Euch mit dem Weingut Koch erlebbar. Und zwar dürfen wir die Beiden ein Jahr begleiten. Vom Rebschnitt im Januar, über das Austreiben und das Einfädeln der Reben, über das Abfüllen des neuen Weins, bis hin zur Weinlese in 2021 und dann auch den kommenden Herbst, Winter werden wir gemeinsam erlebbar machen! Wir freuen uns riesig!!! Und wenn sich im Frühjahr kommenden Jahres alles wieder gebessert hat, nehmen wir Euch mit!

Frohe Weihnachten auch im Weingut. Copyright AliSa.

Liebe Cornelia, lieber Friedhelm,

vielen Dank für Eure Einblicke, Eure Zeit und Eure Offenheit! Es macht uns jedes Mal eine Freude bei Euch in Dielheim zu sein.

Wenn Ihr in den Lostopf für die Magnum Flasche möchtet, dann kommentiert hier direkt oder auf Facebook / Instagram, was für Euch den Weinbau hier im Kraichgau besonders macht.

Liebe Grüße

Alina und Sarah

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Meckesheim – verzaubert im Advent

Ihr Lieben,

wir freuen uns so! Heute öffnet sich unser erstes Türchen und dahinter verbirgt sich Meckesheim. Meckse, wie wir es nennen, verwandelt sich in den Abendstunden des Advents in ein Lichtermeer. Für uns liegt dann ein Zauber in der Luft und den entdecken wir nun mit euch gemeinsam.

Als Ausgangspunkt haben wir uns den großen Parkplatz in der Schulstraße zwischen Alla-Hopp-Anlage, Schule und katholischer Kirche ausgesucht. Auch wenn ihr mit dem Zug anreist ist das kein Problem, der Fußweg zur Alla-Hopp-Anlage ist sehr gut ausgeschildert.

Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, empfehlen wir euch den Spaziergang schon am Nachmittag zu starten. Nehmt euch ein kleines Vesper mit oder einfach ein heißes Getränk in einer Thermoskanne und genießt einen Ausflug auf die Alla-Hopp-Anlage. Dieser Spielplatz ist eine Begegnungsstätte für Groß und Klein.

Alla Hopp Anlage Meckesheim. Copyright AliSa.

Ihr habt euch genug ausgetobt? Dann könnt ihr die Anlage überqueren und der schmalen Gasse durch die Schrebergärten folgen. Während ihr auf der rechten Seite schöne, alte Stadtvillen bestaunen könnt, kommt ihr auf der linken Seite an der „Arche Noah“ vorbei. Hier gibt es nicht nur für Kinder einiges zu entdecken. Ein Garten, in dem sich nicht nur Hasen, Enten, Ziegen und Hühner wohl fühlen. Man kann es in Worten nicht beschreiben, am besten ihr schaut euch das einmal selbst an. Falls ihr zu Hause noch altes Brot liegen habt, bringt es doch mit und legt es in den Spendenkorb für die Tiere.

Wir laufen weiter und kommen schließlich auf die Bahnhofstraße. Dort biegen wir rechts  ab. So langsam wird es dunkel und die erste Beleuchtung über der Straße kann man schon entdecken.  Es geht immer weiter Richtung Ortsmitte. An der nächsten Kreuzung seht ihr ein kleines beleuchtetes Häuschen mit vorgesetzten Sandsteinsäulen. Das ist das ehemalige Wachthaus. Es wurde im Jahr 1818 errichtet und diente unter anderem als Ortsgefängnis.

Ehemaliges Wachthaus. Copyright AliSa.

Weiter geht’s auf der Bahnhofstraße, die hier in die Friedrichstraße übergeht. Hier beginnt so richtig der Weihnachtszauber von Meckesheim. Die Bäume sind mit wunderschönen Lichterketten geschmückt und überall funkelt und leuchtet es.

Blick auf das Lichtermeer – in Echt noch viel schöner. Copyright AliSa.

Nach dem Gasthaus Lamm biegen wir rechts und stehen dort vor einem unserer Partner: der Marktscheune Meckesheim. Auch hier ist es schön weihnachtlich geschmückt. Am besten lauft ihr dann einmal um die evangelische Kirche herum. Auf der anderen Seite findet ihr den schön geschmückten Weihnachtsbaum der Gemeinde. Er steht auf dem Rathausplatz. Ist es hier nicht wunderschön? Die vielen beleuchteten Bäume, die bunten Häuser – Meckesheim ist in der Weihnachtszeit auf jeden Fall eine Reise wert.

Blick auf die beleuchtete Kirche in Meckesheim. Copryright AliSa.

Wir biegen schließlich in die Steingasse ein, vor der Alla-Hopp-Anlage biegen wir links ab und stehen schließlich wieder vor unserem Ausgangspunkt.

Seid ihr auch verzaubert? Was konntet ihr auf dem Spaziergang besonderes entdecken? Schickt uns gerne euer Highlight als Bild, taggt uns direkt oder benutzt den Hashtag #alisasadventskalender – wir freuen uns immer über Post.

Weihnachtsbaum Meckesheim. Copyright AliSa.

Morgen schon nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise. Seid gespannt.

Bis morgen,

Alina und Sarah von AliSa

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Spaziergang durch Neckarbischofsheim

Ihr Lieben,

wie immer am Ende eines Monats wollen wir euch mit einem Rundgang den Ort genauer vorstellen.  Heute spazieren wir durch Neckarbischofsheim.

Wir starten diesmal am Schützenhaus. Dort könnt ihr problemlos parken und habt zunächst einen wunderschönen Blick auf Neckarbischofsheim. Falls ihr die Helmstadter Straße weiter fahrt oder einen schönen Spaziergang unternehmen wollt, kommt ihr an der Heidäckersiedlung vorbei. Dort befindet sich auch Nonies Hof, ein Alpakahof mit Hofladen, in dem man viele schöne Kleinigkeiten finden kann.

Wir laufen aber der Helmstadter Straße immer Richtung Stadtmitte nach. Zunächst geht es ein gutes Stück bergab. Vorbei am Bahnhof – hier geht die Helmstadter Straße in die Bahnhofstraße über. In den Sommermonaten fährt hier sonntags die nostalgische Krebsbachtalbahn. Nach dem Bahnhof biegen wir nach links in die von-Hindenbrug-Straße ein und überqueren an der Fußgängerampel die Straße.

Gleich nach der Ampel führt ein kleiner Weg zwischen zwei Häusern durch, über einen Parkplatz und dann zwischen Gärten hindurch. Am Ende des Weges laufen wir über eine Brücke, die uns über die Schwarzbach führt und stehen jetzt mitten in der schönen Allee La Chapelle-Saint-Luc.

Allee La Chapelle Saint Luc. Copyright AliSa.

Hier kann man erahnen woher die Neckarbischofsheimer ihren Uznamen „Briggehossler“ haben.

Wir laufen geradeaus weiter und biegen dann rechts in die Schulgasse ein. Dort kommt man an der Synagogen-Gedenktafel vor den Resten der Stadtmauer vorbei.

Weiter die Schulgasse entlang wechseln wir die Straßenseite und biegen in die schmale Alexandergasse ein, bis wir schließlich vorm Rathaus stehen. Vor dem Rathaus, an der Kreuzung Alexandergasse- Schulgasse – Hauptstraße gibt es einiges zu entdecken. Neben dem aktuellen Rathaus, steht das ehemalige Rathaus, ein Brunnen und gegenüber die evangelische Kirche St. Salvator. Außerdem ist an dieser Kreuzung das Geburtshaus von Adolf Schmitthenner zu finden – das heutige evangelische Pfarrhaus- und die ehemalige Zehntscheune.

Hier gibt es wirklich viel zu entdecken. Die Stadt Neckarbischofsheim hat sich auch einen besonderen Ortsrundgang ausgedacht, den man auf der Homepage nachlesen kann. Außerdem stehen vor den wichtigen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten Informationstafeln, mit QR-Codes: So kann man sich die wichtigsten Infos direkt auf dem Handy anzeigen lassen.

Wir laufen am alten Rathaus vorbei, biegen dann links in die Bergstraße ein, bis wir durch eine schmale Gasse vorm Fünfeckigen Turm stehen, eines der Wahrzeichen der Stadt. Hier drin befindet sich das Heimatmuseum der Stadt.

Genießt den Ausblick auf die Stadt.

5-eckiger Turm. Copyright AliSa.

Den gleichen Weg laufen wir zurück bis wir wieder vor der evangelischen Kirche stehen. Diesmal geht es vor der Kirche links vorbei, durch ein großes Eisentor laufen wir entlang des neuen Schlosses und stehen mitten im wunderschönen Schlosspark. Hier kann man schlendern, es sich auf einer Parkbank gemütlich machen und einfach die Ruhe genießen – wunderschön! Mitten im Schlosspark befindet sich das alte Schloss, in dem sich heute das Trauzimmer befindet.

Einmal quer durch den Schlosspark spaziert verlassen wir diesen durch ein kleines Tor in der ehemaligen Stadtmauer und befinden uns nun direkt an dem (oder der Krebsbach? Wie sagt ihr?) Krebsbach. Nun laufen wir Richtung Hauptstraße. Wenn ihr hier nach rechts abbiegt kommt ihr an vielen Restaurants und Einkehrmöglichkeiten, die auch momentan einen Liefer- und Abholservice anbieten.

Wir laufen aber weiter nach links. Auf der Höhe des Kreisverkehrs sehen wir dann auf der linken Seite die evangelische Kirche St. Johann. Sie wird auch Totenkirche genannt, weil sich in ihr über 40 Grabmale der Herren von Helmstatt befinden.

Totenkirche. Copyright AliSa.

Am Kreisverkehr geht es über die Zebrastreifen Richtung Apotheke. Dies war bis ins Jahr 1881 das ehemalige Bezirksamtsgebäude.

Wir laufen nun wieder die von-Hindenburg-Straße entlang und biegen schließlich nach links in die Bahnhofstraße ein. Immer bergauf zurück zum Schützenhaus hoffen wir, dass euch der kleine Rundgang durch Neckarbischofsheim gefallen hat.

Blick über Neckarbischofsheim. Copyright AliSa.

Wir freuen uns, wenn ihr uns Rückmeldung gebt und Bilder schickt.

Bis ganz bald und bleibt gesund!

Alina und Sarah von AliSa

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Mit AliSa durch die Advents- und Weihnachtszeit

Ihr Lieben,

die Adventszeit steht schon fast vor der Tür. Wir von AliSa haben uns etwas Besonderes überlegt: wir gestalten für euch den ersten virtuellen Kraichgau Adventskalender. Freut euch auf 24 Türchen, hinter denen sich verschiedene Orte und Personen befinden, die den Advent im Kraichgau magisch werden lassen. Jetzt im November werden wir euch parallel zu unserer Ortsvorstellung Neckarbischofsheim (erinnert ihr euch noch an unsere Abstimmung im September? Da habt ihr euch letztendlich für Neckarbischofsheim entschieden) immer wieder weitere Informationen zu unserem virtuellen Kraichgau Adventskalender geben.

Aber nicht nur das! Mit uns könnt ihr die Adventszeit zu einer schmackhaften und kreativen Zeit werden lassen.

  • In Kooperation mit lokalen Händlern richten wir euch “Kraichgau schmecken”- Pakete für zu Hause. Freut euch auf kleine kulinarische Leckereien aus dem Kraichgau, die wir euch bis vor die Haustür bringen.
  • Wir richten euch kreative Adventspakete mit Stiften, Papier, Handbüchle, Keksen und Tee und bringen euch diese bis vor die Haustür. Freut euch auf eure persönliche Adventslettering Zeit.
  • Wir richten euch kreative Adventspakete für kleine Geschenke zum Selbermachen mit Faden, Anleitung, Keksen und Tee und bringen euch diese bis vor die Haustür. Freut euch darauf, Kleinigkeiten für eure Freunde, Familie selbst zu machen und deren Augen zum Leuchten zu bringen.
  • Auf Wunsch gestalten wir euch individuelle Karten mit euren persönlichen Weihnachtsgrüßen – gerne auch im Dialekt!
  • Auf Wunsch gestalten wir individuelle Gegenstände (Tassen, Vesperbretter usw.) mit den Orts- und aber auch Utznamen der Kraichgaugemeinden oder Dialektwörtern. Freut euch auf ein regionales und absolut individuelles Geschenk für euch selbst oder andere.

Wenn es die aktuelle Lage zulässt, könnt ihr uns vielleicht sogar noch im Dezember persönlich treffen – drücken wir alle die Daumen!

Wir freuen uns darauf, den Advent im Kraichgau für euch erlebbar zu machen. Wenn ihr eines der oben genannten Erlebnispakete haben möchtet, schreibt uns direkt an! Über E-Mail oder gerne auch über die sozialen Medien. Wir freuen uns schon darauf, ganz viele individuelle Kraichgau erleben Pakete für euch zu gestalten – die ersten werden bereits gepackt.

Liebe Grüße und bleibt gesund.

Alina und Sarah

AliSa-Heimat erleben – Logo. Copyright AliSa.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Rundgang durch Eschelbronn

Ihr Lieben,

wie immer am letzten Tag im Monat stellen wir euch heute das Dorf in einem Spaziergang vor. Wir starten am Bahnhof, dort gibt es entweder Parkmöglichkeiten für euer Auto oder ihr reist gleich direkt mit der Bahn an.

Schon hier merkt man, dass Eschelbronn ein Dorf mit vielen Naturdenkmalen und Naturschutzgebieten ist und man sich gerade in der Natur gut erholen kann. Am Bahnhof steht ihr direkt vorm Naturdenkmal „Kastanienallee“, wenn ihr vom Parkplatz den Bettweg entlang lauft kommt ihr zum Naturdekmal „Alte Linde“.

Naturdenkmal “Alte Linde”. Copyright AliSa.

Gleich zu Beginn könnt ihr euch entscheiden, ob ihr auf den Kallenberg (Beschilderung Richtung Sportplatz und Schützenhaus) lauft und dort einen großen Spaziergang im Wald zwischen Eschelbronn, Epfenbach und Neidenstein macht. Die Beschreibung zu diesem Spaziergang findet ihr hier

Kallenberg. Copyright AliSa.

Unser Rundgang startet jetzt aber vom Bahnhof Richtung Ortsmitte. Dort kommt nach der Kastanienallee gleich ein kleines Mühlrad, das am Platz der ehemaligen Zieglerschen Mühle steht.

Mühlrad am Platz der Zieglerschen Mühle. Copyright AliSa.

Weiter geht’s die Bahnhofstraße entlang, vorbei an Netto, Dönerimbiss, Backstube und Feuerwehr befinden wir uns auch schon auf dem Eschelbronner Marktplatz. Vor uns auf der linken Seite sehen wir den sehr modernen Teil des Platzes. Hier befindet sich eine Ladestation für Elektroautos und eine Wlan-Station. Außerdem findet hier auch immer freitags der Wochenmarkt statt. Auf der rechten Seite seht ihr den Marktplatzbrunnen, der 2005 bei einem großen Fest eingeweiht wurde. Und außerdem stehen wir hier schon direkt vor dem Rathaus. Dieses wurde 1838 erbaut und Anfang des 21. Jahrhunderts renoviert. Vor dem Rathaus steht der Zunftbaum und links daneben die evangelische Kirche.

Marktplatz mit WLan-Station. Copyright AliSa.

Weiter geht’s durch die Schloßstraße, vorbei an Enzos Kneipe. Vor der Kultur- und Sporthalle seht ihr den Schlosssee, der am Standort der ehemaligen Wasserburg ist. Eine Rekonstruktion der Wasserburg findet man im Freilichtmuseum Kanzach.

Schlosssee. Copyright AliSa.

Weiter laufen wir vorbei an Kultur- und Sporthalle und der Schlosswiesenschule und biegen rechts in die Siedlerstraße ein und gleich links in den Lerchenweg. Diesem folgen wir bis wir vor der katholischen Kirche St. Josef stehen. Diese wurde 1957 erbaut.

Katholische Kirche. Copyright AliSa.

Von der katholischen Kirche laufen wir über die Bergstraße zum Friedhof. Auf dem Friedhof können wir das Denkmal zu Ehren der Opfer der beiden Weltkriege finden. Gegenüber dem Friedhof befindet sich der Sellemols Agger. Ein privates Freilichtmuseum, in dem es jede Menge bäuerliche Gegenstände zu entdecken gibt, die hier vor dem Verfall gerettet werden. Der Name ist als Anlehnung an die Theatergruppe „Sellemols“ entstanden, die sich zur 1200 Jahr –Feier im Jahr 1989 gegründet hat und Geschichten vom Dorf im Dialekt aufführt. Die Theaterstücke und Aufführungen wurden so gut angenommen, dass die Theatergruppe auch heute noch aktiv ist und immer wieder Aufführungen stattfinden. Schaut doch bei Interesse mal auf der Homepage der Theatergruppe vorbei.

Von hier aus lohnt sich auch ein Spaziergang zum Waldspielplatz. Dort hat man einen schönen Blick auf den Odenwald und kann schöne Spaziergänge durch die Natur machen. Einen haben wir euch hier aufgeschrieben. Außerdem könnt ihr hier auch den Spaziergang zum Dreimärker beginnen, den wir euch im Blog auch schon zusammengefasst haben.

Dreimärker. Copyright AliSa.

Unser Ortsrundgang von Eschelbronn geht aber weiter von der Friedhofstraße durch die Brunnengasse. Schmale Gassen, schöne Häuser, teilweise ehemalige Schreinereien oder Betriebe könnt ihr hier entdecken. An der nächsten Kreuzung könnt ihr rechts in die Oberstraße einbiegen. Dort befindet sich das Restaurant zum Löwen, ein griechisches Restaurant. Auf Facebook findet ihr die Speisekarte, momentan kann man die Speisen auch zum Abholen bestellen. Wir laufen weiter geradeaus in die Wiesenstraße und biegen nach rechts in die Schulstraße ein. Dort laufen wir direkt auf das alte Schulhaus zu, in dem sich heute das Schreiner- und Heimatmuseum befindet. Das Museum wird vom Heimat- und Verkehrsverein betrieben.

Alte Schule. Copyright AliSa.

Weiter entlang durch die Schulstraße kreuzen wir die Bahnhofstraße, die uns zurück zu unserem Ausgangspunkt, den Bahnhof bringt.

Im Oktober haben wir die Kooperation mit dem Heimat- und Verkehrsverein gestartet. Sobald es die Situation wieder zulässt, sind Spaziergänge durch Eschelbronn geplant, in denen ihr mehr über die Geschichte des Schreinerdorfs erfahrt. Außerdem stehen noch weitere tolle gemeinsame Veranstaltungen auf dem Plan.

Wenn ihr keine Informationen verpassen wollt und immer auf dem Laufenden sein wollt: folgt uns auf Instagram und Facebook und abonniert unseren Blog.

Viel Spaß bei unserem Spaziergang durch Eschelbronn. Wie immer freuen wir uns, wenn ihr uns Bilder schickt oder uns taggt.

Liebe Grüße und bleibt gesund.

Alina und Sarah

Veröffentlicht am 1 Kommentar

#derkraichgauistmehr – Eschelbronn ist lebenswert

Ihr Lieben,

Roland Wolf, Hans-Peter Miesel, Rainer Heilmann und Manfred Schmitt – vier „Urgesteine“ aus Eschelbronn für die Eschelbronn nicht nur Heimatort, sondern „ganz einfach lebenswert“ ist. Bevor wir euch von dem Gespräch berichten und mitnehmen in eine spannende Zeitreise zurück in die Blütezeiten des Schreinerhandwerks, erzählen wir euch, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Heimat- und Verkehrsverein Eschelbronn und uns entstanden ist.

Wie alles begann

Nach dem Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung über uns im Juni meldete sich Rainer Heilmann bei uns und bot uns eine Führung im Schreiner- und Heimatmuseum Eschelbronn an. Die Führung dauerte letztendlich mehrere Stunden und so richtig weg wollten wir nicht mehr. Zu spannend war alles. Oder wusstet ihr, dass ihr dort echte Meisterstücke von Schreinern bewundern könnt, eine unfassbar große Hammersammlung vorhanden ist und einen Kaufmannsladen, in dem man wirklich noch einkaufen kann? Wir kamen von einem Thema ins nächste, draußen probte der Musikverein und der Abend wurde immer länger. Danach war klar, irgendwie wollen wir zusammenarbeiten. Und aus diesem „irgendwie“ wuchs auf beiden Seiten der Wunsch sich der Geschichte des Ortes anzunähern und in die Ortsvorstellung von Eschelbronn einfließen zu lassen.

Hammersammlung im Heimatmuseum Eschelbronn. Copyright Hans-Peter Miesel.

So kam es schließlich, dass wir im September in der ausgebauten Pausenhalle des Museums zusammensaßen und uns über mehrere Stunden austauschten.

Die Pausenhalle vor dem Umbau. Copyright Hans-Peter Miesel.

Wir haben dieses Gespräch aufgezeichnet und mal schauen – vielleicht stellen wir euch die Aufnahme ja auch noch zur Verfügung oder machen einen Live Podcast daraus? Was haltet ihr davon? Nun aber erstmal viel Spaß beim Eintauchen in diesen #derkraichgauistmehr Bericht ! Wir haben immer wie O-Töne der Herren in den Text eingebaut. Diese sind dann in Anführungszeichen gesetzt.

Die vier Herren – eine Vorstellung

Roland Wolf, waschechter Eschelbronner, ist sicherlich den meisten von euch ein Begriff. Schon sein ganzes Leben lebt er in Eschelbronn. Er hat vor rund 15 Jahren von seinem Vater die Aufgabe übernommen für die RNZ über Eschelbronn zu schreiben. „Roland mach du des“ – seitdem schreibt er mit „voller Freude“ über alles, was im Dorf passiert. Im Heimat- und Verkehrsverein ist er Schriftführer und möchte so weiter machen „wie lange er kann“.

Hans-Peter Miesel kam am 29.Januar 1967 mit dem Zug das erste Mal nach Eschelbronn. Grund war die Einladung seiner damaligen Freundin (heutigen Frau). Die beiden sind auf den weißen Berg und dann nach Neidenstein auf die Burg und zum Tanz. Danach war klar „dort kann ich lebe“. Er hatte sich in dem Moment nicht nur in seine Ehefrau verliebt, sondern in den ganzen Ort. An der 1200 Jahr Feier wurde er für den Heimat- und Verkehrsverein geworben, er war 11 Jahre Vorstand und engagiert sich bis heute sehr für den Erhalt und den Aufbau des Museums. Die Pausenhalle beispielsweise haben sie in 6 ½ Jahren und mit 5500 Arbeitsstunden renoviert – sein größtes Projekt. Sein größter Enkel ist seit Geburt Mitglied im Heimat- und Verkehrsverein – „was muss, das muss!“

Rainer Heilmann ist absoluter Ureinwohner von Eschelbronn – die ersten Erwähnungen seiner Familie sind von 1658! Aufgewachsen mitten im Ort, kennt er die Schreinereien von innen und ist als Bub durch die ganzen Wälder rund um Eschelbronn gestreift. Inklusive der „Fehde“ mit den Neidensteiner Buwe, die entsprechend ausgetragen wurde. Beruflich bedingt war er jahrelang sehr viel unterwegs, Teil des Heimat- und Verkehrsverein ist er, seit er neun Jahre alt ist. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch einen Fanfahrenzug – 1974 wurde dieser dann aber aufgelöst. Seit 1992 ist er in der Vorstandschaft und seit 2003 erster Vorstand. Er lebt nicht nur gerne hier, er engagiert sich auch sehr, dass es schön ist im Ort – auch wenn es teilweise schwierig ist. „Wird nur was gemacht, wenn es monetär sinnvoll ist?“

Manfred Schmitt war das erste Mal im Alter von neun Jahren für den Heimat- und Verkehrsverein tätig und brachte Rechnungen zum Kassier. Seit 1961 ist er schließlich selbst offizielles Mitglied, seit 1971 im Vorstand (damals als jüngster Beisitzer) und seit 1990 für die Vereinskasse tätig. Aber nicht nur das: er setzte sich neben seinem bis heute andauerndem Engagement für Festschriften und Ortsführer als Bahnhofspate 10 Jahre lang ehrenamtlich für die S-Bahn Haltestelle in Eschelbronn ein und hielt den Bahnsteig sauber und kümmerte sich um den Ticketautomaten. Auch für die Eschelbronner Strophe des Badnerlieds ist er verantwortlich aber dazu später mehr.

v.l.n.r.: Manfred Schmitt, Roland Wolf, Rainer Heilmann und Hans-Peter Miesel. Copyright: Fabian Miesel.

Der Heimat- und Verkehrsverein

Der Heimat- und Verkehrsverein mit seinen 126 Mitgliedern ist vor allem für die Arbeiten in Bezug auf das Schreinermuseum bekannt. Aber die Aufgaben sind wesentlich vielfältiger. Rainer Heilmann spricht von „Kleinigkeiten“, um die sich die Mitglieder kümmern. In unserem Gespräch haben wir diese Kleinigkeiten näher beleuchtet. Der Verein organisiert in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen auch viele kulturelle Ereignisse im Ort – vom Martinsumzug, über den Kerweumzug, bis hin zum Seniorennachmittag. Daneben werden Grenzsteine restauriert, es gibt immer wieder Kooperationen mit der Schule, das Ferienprogramm, die Führungen im Museum und und und. Unfassbar, wie viel von dem Verein vorangetrieben wird. Mit 126 Mitgliedern fragen wir? Lachen auf der anderen Seite. Aussage von Rainer Heilmann „mit um die fünf mit 126 im Rücken“ – damit meint er, dass bei benötigter Hilfe alle da sind aber natürlich ist es der harte Kern, der es vorantreibt! Alle vier sind sich weiterhin über besonders eine Sache einig – das Engagement von Ihnen ist nur möglich, da Ihre Familien sie hierbei unterstützen.

Wusstet Ihr eigentlich, dass der Verein ursprünglich als Gewerbeverein zur Unterstützung der ansässigen Unternehmen gegründet wurde? Daher waren auch hauptsächlich die ganzen Schreiner und Handwerker Mitglied. Der Altersdurchschnitt des Vereins ist mittlerweile recht hoch – sind viele Mitglieder doch mit dem Verein über die Jahre älter geworden. Möchtet Ihr Teil des Vereins werden und Euch engagieren? Die Herren freuen sich über neue Mitglieder – sprecht sie einfach an.

Was uns natürlich auch interessiert hat an dem Abend ist die Geschichte, wie Eschelbronn zum Schreinerdorf wurde.

Eschelbronn – vom armen Frohndorf zum Schreinerdorf

Wer aus dem Kraichgau stammt, weiß, Eschelbronn ist das Schreinerdorf. Aber warum eigentlich? Dafür springen wir mit Euch zurück ins 19. Jahrhundert. Um 1870, vermutlich 1871, ging Georg Adam Kaiser auf die Walz und traf im Südbadischen Lahr auf den Schweizer Johannes Reimann. Reimann zeigt Georg Adam Kaiser das Furnierhandwerk. Georg Adam erkennt schnell, welches Potential das Furnierhandwerk hat und bringt ihn mit nach Eschelbronn. Dort verliebt sich der Schweizer Johannes Reimann in eine Eschelbronnerin, bleibt somit hier und gibt sein Wissen über das Furnierhandwerk an die anderen Schreiner im Ort weiter.

Adam Kaiser mit Gesellen im Jahr 1882. Adam Kaiser Junior und Adam Kaiser Senior sitzend in der mittleren Reihe – jeweils mit Hut. Copyright: Ortschronik Eschelbronn 1989. Repro durch Hans-Peter Miesel.

1876 wird der Bahnhof in Eschelbronn von der Großherzoglichen Badischen Eisenbahnlinie in Betrieb genommen – ein großer Vorteil für die Eschelbronner Schreiner und der Beginn des Wachstums. Mussten bis dahin die Möbel zu Fuß oder mit dem Pferde Fuhrwerk transportiert werden, konnten diese nun einem viel größeren Kundenkreis vorgestellt werden. Im Jahr 1925 wurden bei 1135 Einwohnern 54 Schreinereien gezählt, im Jahr 1938 sogar dann 60 Schreinereien. Eine der größten Möbelfabriken im Ort war Philipp Ernst. Er verlegte sehr früh seinen Betrieb in die Schulstraße. Dort wuchs das Unternehmen stetig an und hatte im Jahr 1960 bereits 200 Mitarbeiter. Das ganze Leben im Ort richtete sich nach dem Betrieb von Philipp Ernst. Morgens um 7Uhr ertönte die Sirene zum Beginn und um 17Uhr schließlich endete die Arbeit – der ganze Ort deswegen, da auch die Bauern die Sirene der Fabrik für die Einteilung ihres Alltags nutzten. Bereits damals wurde etwas für die „Vereinbarkeit“ gemacht – die Frauen konnten früher den Betrieb verlassen, um zu Hause essen zu kochen und die Hausarbeit zu verrichten. Viele Häuser hätten in dieser Zeit nicht gebaut werden können, wenn die Frauen nicht aktiv mitgearbeitet hätten.

Blick auf das Unternehmen Philipp Ernst, im Jahr 1968. Copyright: von Hans-Peter Miesel zur Verfügung gestellt.

Schauen wir heute auf Eschelbronn, so stellen wir fest, dass es keine 60 Schreinereien mehr gibt. Richtig. Die Blütezeit nach dem zweiten Weltkrieg war zwischen den 50er und 80er Jahren, sogar eine eigene Berufsschule für die Schreiner wurde in den 50er Jahren hier in Eschelbronn angesiedelt.

Die Gewerbeschule, 1954. Copyright: zur Verfügung gestellt von Hans-Peter Miesel.

Die letztendliche Katastrophe kam dann schließlich 1994 mit dem Jahrhunderthochwasser, was die Schreinereien sehr stark getroffen hat. Die Schreinereien, die heute noch in Eschelbronn ansässig sind, stehen weiterhin für exzellente Handwerkskunst. Und das ist es auch, wie es Rainer Heilmann an diesem Abend sehr schön zusammengefasst hat „Schreiner sind Künstler für mich. Die sehen beim Fällen im Wald schon, wie das Möbelstück hinterher aussieht!“

Wenn Ihr Euch mehr mit dem Schreinerdorf beschäftigen möchtet, dann schaut unbedingt das Schreinermuseum an. Dort wird das Schreinerhandwerk und die Entwicklung in Eschelbronn sehr anschaulich erklärt und dargestellt – inklusive einer Furnierpresse und einer „richtigen“ Schreinerei mitten im Museum.

Ein Blick ins Schreinermuseum. Copyright Hans-Peter Miesel.

Wir verlassen nun aber das Schreinerhandwerk und machen uns auf die Suche, was Eschelbronn für die vier Herren so lebenswert macht.

Eschelbronn – das lebenswerte Ort

Eschelbronn ist lebenswert – die Aussage viel mehrfach an diesem Abend. Aber was macht einen Ort lebenswert? Dieser Frage ging auch Roland Wolf nach unserem Gespräch nach und seinen Artikel könnt ihr in der Rhein-Neckar-Zeitung nachlesen. Steigen wir ein in die Suche, was Eschelbronn lebenswert macht. Eschelbronn ist eigenständig und spannenderweise ist von der „Landflucht“ hier nichts zu spüren. Eschelbronn wächst. Gerade wurde ein neues Baugebiet Richtung Neidenstein erschlossen. Es gibt Ärzte, Physiotherapeuten, Handwerker und und und. „Alles was man braucht“ stellt Hans-Peter Miesel fest und betont, dass nahezu alles ebenerdig ist und somit Rollstuhl geeignet. Das in Verbindung mit der Natur und der S-Bahn – das ist das, was lebenswert ist!

„Auch der Zusammenhalt durch die Vereine ist spürbar, viele Zugezogene wollen hier nicht mehr weg“, ergänzt Roland Wolf die Aussage von Hans-Peter Miesel. Über 30 Vereine gibt es mittlerweile in Eschelbronn, die alle gemeinsam für ein tolles Miteinander vor Ort stehen.

Ebenfalls hat Eschelbronn noch eigenes Quellwasser – halb, halb mit dem Bodensee Wasser gemischt fließt es durch die Leitungen. Die Quelle ist so groß, dass auch das Wachstum des Orts kein Problem darstellt. Es sprudelt nach wie vor das Quellwasser – darum wurde die letzten Jahre auch immer wieder gekämpft. Gab es doch schon öfters Initiativen, dass Quellwasser eben nicht mehr zuzulassen. Aber nicht mit den Eschelbronnern. So wurden Gegengutachten erstellt und bis heute können die Eschelbronner auf ihr eigenes Wasser zurückgreifen.

„Allerdings darf man jetzt auch nicht einfach alles durch eine Blase sehen“, findet Roland Wolf. Von ehemalig 7 Gasthäusern, ist gerade einmal eines übrig geblieben. Zu wenig für die kulturelle Vielfalt die Dorfgemeinschaft.  

Aber trotz allem, „Wir haben ein gesundes Dorfleben“, da sind sich alle vier einig und vor allem ist es in Eschelbronn einfach lebenswert!

Die Lieblingsorte der vier Herren

Wie Ihr wisst, machen wir den Kraichgau erlebbar. Und somit haben wir natürlich die Chance genutzt und die vier Herren gebeten, uns ihren Lieblingsort von Eschelbronn oder ihren Lieblingsspaziergang zu verraten. Und hier sind sie:

  • Roland Wolf und Manfred Schmitt sind sehr gerne auf dem “Galgenbuckel”
  • Hans-Peter Miesel spaziert gerne den Rundweg, den er damals auch mit seiner Frau gegangen ist. Auf den weißen Berg, rüber nach Neidenstein zur Burg und zurück
  • Rainer Heilmann ist auch sehr gerne auf dem weißen Berg, genießt dort den Odenwaldblick und läuft dann mit Blick über Eschelbronn zurück ins Ort

Vielleicht trefft ihr ja mal den einen oder anderen, wenn ihr selbst unterwegs seid?

So vieles könnten wir Euch noch berichten, es war ein spannender und gleichsam informativer Abend mit einer Fülle an Informationen.

Und allein die vier live zu erleben, ist ein Erlebnis 😉 Daher haben wir uns gemeinsam mit den Herren überlegt: es wird – sobald es die Infektionszahlen zulassen – einen gemeinsamen Dorfrundgang mit anschließender Gesprächsrunde geben. Dort werden die Vier dann noch viel mehr über die Eschelbronner Geschichte berichten und vielleicht (oder sicherlich) auch die Strophe des Badnerlieds zum Besten geben:

“Im Kraichgau liegt mein Eschelbronn, es ist mein liebster Ort. Im Wiesental die Schwarzbach rauscht, ich möchte von hier nicht fort. Drum grüß ich dich mein Badnerland…”

Wir möchten zum Schluss dieses langen Blogbeitrags vor allem “Danke” sagen. Vielen Dank Roland, Manfred, Hans-Peter und Rainer. Vielen Dank für eure vielen Infos, die Bilder, die WhatsApp Nachrichten, die gemeinsame Zeit. Die Zusammenarbeit mit euch ist einfach toll und wir freuen uns, dass diese weitergeht!

In diesem Sinne freut euch heute schon auf einen super spannenden Ortsrundgang und bleibt gesund!

Eure

Alina und Sarah

PS: Hat euch der Beitrag gefallen? Dann freuen wir uns über ein Like und eine Weiterempfehlung.

Veröffentlicht am 2 Kommentare

#derkraichgauistmehr – Ottmar Lehmann

Ihr Lieben,

heute haben wir einen für uns ganz besonderen Beitrag für euch in unserer Rubrik #derkraichgauistmehr

Alles begann mit dem folgenden Satz „Ihr müsst euch unbedingt mit Ottmar Lehmann unterhalten. Er ist das lebende Gedächtnis von Waibstadt“.

Und genau das haben wir getan. Wir durften Ottmar Lehmann besuchen und in seinem Büro seinen Geschichten über Waibstadt lauschen. Die Begrüßung lautete „Ich kanns euch gleich sage, meine Geschichte passt aber net ganz mit der von der Stadt überein.“

Solltet ihr die Gelegenheit bekommen, Ottmar Lehmann live zu erleben, dann nutzt diese! Sein Wissen über Waibstadt und den gesamten Kraichgau ist beeindruckend und die Art und Weise wie er berichtet, einmalig.

Seine Aufzeichnungen reichen zurück bis zur ersten Erwähnung von Waibstadt als Siedlung an der Mündung von Krebsbach in Schwarzbach.

Wir sind mit ihm im Laufe des Gesprächs auf das Ende des zweiten Weltkriegs zu sprechen gekommen, welches er selbst als Junge miterlebt hat. Das was in Waibstadt zum Ende des Krieges passiert ist, hat uns so in den Bann gezogen, dass wir mit ihm vereinbart haben, darüber zu schreiben.

Das was ihr nun lest, basiert auf den Erinnerungen und Aufzeichnungen von Ottmar Lehmann und ist von ihm auch freigegeben worden.

Wir schreiben das Jahr 1945.

Die Front rückt immer näher und es ist nahezu jedem klar – es wird keinen Sieg mehr geben. Ständig ziehen Truppen vorbei, in einem nicht vorstellbaren Zustand – die Soldaten sind wenn überhaupt oftmals nur noch in der Lage am Stock zu gehen, Pferde brechen mitten auf der Straße zusammen. Inmitten dieser letzten Kriegstage wird die Erstkommunion auf Gründonnerstag vorgezogen, da die amerikanischen Truppen bereits vor Ludwigshafen stehen. Diese friedliche Feier inmitten der Unruhe des Krieges wirkt wie ein Moment des Stillstands.

In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag ist an Schlaf dann kaum mehr zu denken. Zwischen Meckesheim und Eschelbronn werden Kämpfe gemeldet, die meisten Waibstadter verbringen die Nacht im Keller und nur wenige besuchen den Gottesdienst am Ostersonntag.

In diesen letzten Kriegstagen setzt sich Anton Hofherr, Bürgermeister von Waibstadt, unerschrocken für Waibstadt ein. Für ihn steht die Rettung von Waibstadt im Mittelpunkt. So sorgt er dafür, dass bei der angeordneten Brückensprengung die Häuser unversehrt blieben und vor allem tut er alles dafür, dass auch die letzten Soldaten vor dem Eintreffen der Amerikaner Waibstadt verlassen. Und es gelingt ihm!

Die deutschen Militäreinheiten hatten eigentlich beschlossen Waibstadt zu verteidigen. Aber genau das wäre der Untergang gewesen, das war Anton Hofherr klar. So übermittelt er den Offizieren im Waibstadter Hof den fingierten Befehl, dass alle Truppen in das Gebiet bei Neckarelz am Neckar zusammenrücken sollen. Niemand der Offiziere überprüft diese Meldung und so ziehen bis Ostermontag 2 Uhr alle deutschen Truppen aus Waibstadt ab – gerade noch rechtzeitig!

Denn am Ostermontag um 9Uhr10 fahren die ersten Panzer den Berg von Epfenbach kommend runter in die Stadt. Dem Bürgermeister werden drei Fragen gestellt: „Sind noch deutsche Soldaten hier? Wird die Stadt verteidigt? Ergibt sich Waibstadt?“ Die Antwort lautet: „Ich füge mich der Gewalt“. So wird sofort eine weiße Flagge auf dem Kirchturm gehisst und alle Häuser weiß beflaggt. Die Waibstadter können aufatmen und ahnen gleichsam nicht, welche Schreckensherrschaft auf sie wartet.

Und genau diese Aussage von Ottmar Lehman ließ uns direkt nachfragen. Wie Schreckensherrschaft? Waibstadt war doch befreit worden? Was passierte da? Ottmar Lehman berichtete uns dann von einer Zeit voller – für uns heute – unvorstellbarer Gewalt. Lest selbst.

Mitten in diesen ersten Tagen der amerikanischen Besetzung taucht Maurice Thomas in einem schwarzlackierten Wagen mit französischer Flagge auf. „Ich bin Lagerkommandant der hier lebenden Ausländer“ stellt er sich vor. Das ist der Beginn einer schier nicht vollstellbaren Zeit der Gewalt. Aber das ahnt in dem Moment niemand. Im Auftrag der Militärregierung besetzt er die Villa Roster und zieht aus der ganzen Umgebung polnische und russische Männer zusammen und sorgt für ihre Unterbringung. Dafür werden nach und nach Häuser beschlagnahmt, Lebensmittel den Einwohnern weggenommen und das Vieh aus den Ställen ebenfalls.

Ein Rivale aus Eschelbronn stellt Maurice Thomas, genannt „Mori“ im Rathaus. Mori gewinnt diesen Kampf, zeigt den Rivalen bei der amerikanischen Regierung an und behauptet, dass Waibstadt noch voller SS stecke. Aufgrund dieser Behauptung ist der 08. April 1945 der nächste Schicksalstag für Waibstadt. Denn die amerikanische Militärregierung umstellt Waibstadt und alle Männer zwischen 15 und 70 Jahren müssen sich auf dem Marktplatz einfinden. In der Mitte wird ein Maschinengewehr aufgebaut. Frauen und Kinder weinen, es herrscht eine unvorstellbare Angst. Über 100 Männer werden abtransportiert, der Pfarrer darf wenigstens noch Essen, Kleider und Decken den Männern reichen, bevor diese zum Verhör nach Mosbach gebracht werden. Aber nicht nur das Mori durch diese Falschaussage dafür sorgt, dass 100 Männer in Mosbach verhört werden (fast alle kehren unversehrt ein Tag später zurück), nein, er sorgt auch dafür, dass der bisherige Bürgermeister abgesetzt wird.

Stattdessen wird der Lumpensammler Fehl eingesetzt. Josef Fehl wurde am 5. September 1898 in Obergimpern geboren, war ab 1931 in Waibstadt gemeldet und mit einer Zigeunerin verheiratet. Er wanderte 1932 nach Chicago aus, saß dort im Gefängnis Sing-Sing, wurde 1936 abgeschoben und ab 1937 wieder in Waibstadt gemeldet. Durch seinen Aufenthalt in den USA hat er aber einen Stempel mit amerikanischer Staatbürgerschaft. Und deshalb wird er von den amerikanischen Truppen als Ortsvorsteher eingesetzt. Fehl wiederum ist Mori hörig und somit ist Waibstadt den Truppen von Mori ausgeliefert.

Kaum zu glauben was sich in der kommenden Zeit abspielt. Mori lässt durch seine Truppen ein Haus nach dem anderen räumen, Frauen und Mädchen werden belästigt, Männer verhaftet und misshandelt. Der Pfarrer fährt mehrmals mit dem Fahrrad nach Sinsheim und berichtet der amerikanischen Militärregierung von den Gegebenheiten aber es wird nicht reagiert.

Die Situation spitzt sich zunehmend zu. Eines Abends berichtet Irmgard Laga, die älteste Tochter von August Rieser, von einem neuen Mord. In den Abendstunden war Mori vor ihrem Haus vorgefahren und hatte einen Mann auf den Kühler gebunden. Dieser wurde losgemacht und in den Keller gestoßen. Später wurde er herausgeholt und musste im Garten sein eigenes Grab schaufeln. Über Nacht wurde er von den Truppen Moris im Keller derart misshandelt, dass er verstarb. Wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich um den Schulrat Werner aus Mannheim, der zu dieser Zeit in Daisbach lebte.

Dem Pfarrer ist klar. So darf und kann es nicht weitergehen! Er erstattet sofort Anzeige bei dem Landrat wegen dem Mord und beginnt selbst zu recherchieren. Ist Mori tatsächlich ein Franzose? Das kann doch alles nicht stimmen. Durch einen Rechtsanwalt erfährt der Pfarrer schließlich, dass Mori zuletzt in Helmhof gelebt hat und davor als SS Angehöriger für das Lager in Hochhausen eingekauft hat. Auf diese Erkenntnis hin kommt Kaufmann Henk aus Heidelberg nach Waibstadt. Auch er möchte nun wissen, wer genau Mori ist – denn er ist ein Verwandter von Dr. Link, der ebenfalls durch Moris Truppen verhaftet wurde. Er fährt nach Helmhof und trifft dort auf Mori, der zufällig ebenfalls dort ist. Und dieser schöpft direkt Verdacht und lässt den Kaufmann samt seinem Chauffeur direkt verhaften, misshandeln und in den „Mordkeller“ werfen. Aber die beiden haben Glück und können durch Schreie auf sich aufmerksam machen.

Wieder ist es Irmgard Laga. Sie informiert den Pfarrer. Und dieser reagiert sofort. Er fährt trotz Ausgangssperre und aufgestellter Posten nach Sinsheim und spricht mit der Militärregierung. Es kann so nicht weitergehen. Und entweder greift die Militärregierung endlich ein oder die Waibstadter werden selbst in den Kampf gegen Mori ziehen. Endlich reagiert der Kommandant. Er selbst fährt noch am Abend nach Waibstadt und befreit den Kaufmann und weitere Personen.

Mori wird verhaftet, Fehl abgesetzt! Nun endlich ist Waibstadt befreit.

Mittlerweile dämmert es und es ist fast 20 Uhr. Die letzten Stunden sind im Flug vergangen und wie gebannt sitzen wir auf der kleinen Bank in Ottmar Lehmanns Büro. Das Ende des Krieges in Waibstadts, die Besetzung und die Schreckensherrschaft von Mori, das darf nicht in Vergessenheit geraten – da sind wir uns mit Ottmar Lehmann einig.

Derzeit erstellt er gemeinsam mit seinem Enkel Kurzfilme über die Geschichte von Waibstadt. Wir freuen uns schon darauf, wenn diese fertig sind – wir werden diese sicherlich anschauen. Und wir sollen euch allen mitgeben, dass Ihr auch alle gerne kommen könnt, wenn die Filme gezeigt werden und dort eure Fragen zum Kriegsende in Waibstadt stellen könnt.

Vielen Dank an dieser Stelle an Ottmar Lehmann für seine Offenheit und die Möglichkeit auf seine Aufzeichnungen zugreifen zu dürfen. Dieser #derkraichgauistmehr Bericht wird uns für immer in Erinnerung bleiben.

Es hat euch gefallen? Dann freuen wir uns über ein Like und wenn ihr unseren Blog abonniert. Ihr kennt auch jemanden, der in die Reihe #derkraichgauistmehr gehört? Dann gebt uns Bescheid, wir freuen uns.

Liebe Grüße

Alina und Sarah

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Rundgang durch Waibstadt

Zum Abschluss der Ortsvorstellung Waibstadt nehmen wir euch mit auf einen Rundgang durch Waibstadt. Wir starten am Bahnhof. Ihr könnt entweder mit der S-Bahn anreisen oder dort gut parken. Der Bahnhof war früher ein bedeutender Umschlagplatz für Landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Der Bahnhof in Waibstadt und unser Startpunkt für den Rundweg. Copyright AliSa.

Direkt gegenüber dem Bahnhof steht die 1884 erbaute Marienkapelle. Wir überqueren die Straße und schauen uns die Marienkapelle aus der Nähe an. Danach laufen wir über die Schienen Richtung Epfenbach. Direkt an der Straße gegenüber findet ihr einen Fußweg, der hoch zur evangelischen Kirche führt. Die evangelische Kirche wurde 1910 – damals noch “außerhalb” von Waibstadt erbaut. Ein Grundstückskauf innerhalb der Stadt wurde der evangelischen Gemeinde zu dem Zeitpunkt nicht gestattet. Von dort oben habt ihr einen wunderbaren Blick über Waibstadt – viel Spaß beim Ausblick genießen!

Evangelische Kirche von Waibstadt. Copyright AliSa.

Nach dieser wunderbaren Aussicht laufen wir die Treppen wieder hinunter, an der Marienkapelle vorbei, überqueren die Straße und laufen am Stauwerk und am Waibstadter Hof vorbei. An der nächsten Kreuzung machen wir einen kurzen Abstecher. Zum einen seht ihr dort eines der vielen Kreuze in Waibstadt und zum anderen steht dort ein Brunnen – der “Brunnenregion” Brunnen.

Brunnenregion Brunnen, Waibstadt. Copyright AliSa.

Wir kehren auf die Hauptstraße zurück und schlendern diese entlang Richtung Dom des Kraichgaus. Vorbei kommen wir hierbei unter anderem beim Eiscafé, beim Modegeschäft Bernadette oder auch bei der Metzgerei Baumeister. Auf der linken Seite sehen wir nun das Rathaus und direkt vor uns die katholische Kirche – auch genannt der Dom des Kraichgaus!

Die katholische Kirche. Copyright AliSa.

Die katholische Kirche “Unsere liebe Frau” wurde am 30. August von Weihbischof Lothar von Kübel eingeweiht. Der Turm ist 65 Meter hoch und ragt weit sichtbar über Waibstadt heraus. Bevor wir uns das Rathaus genauer anschauen, laufen wir den Weg rechts an der Kirche vorbei Richtung Friedhof. Auf der rechten Seite gelangen wir zur Antoniuskapelle.

Antoniuskapelle. Copyrright AliSa.

Die Antoniuskapelle ist Teil der Denkmalliste des Landes. Auf derselben Seite liegt der Friedhof – auf diesem findet ihr das Denkmal für die Gefallenen in den beiden Weltkriegen. Und auch die alte Schule befindet sich dort. In dieser wurde bis 1950 unterrichtet.

Alte Schule von Waibstadt. Copyright AliSa.

Wir drehen an der Stelle um, laufen wieder zurück zur Kirche und überqueren die Straße und laufen die Straße direkt am Rathaus nach hinten. Auf der linken Seite laufen wir hier am Pfarrhaus vorbei und überqueren die Brücke, die über die B292 führt. Ziel ist nun das Mausoleum. Das erreicht ihr, wenn ihr euch nach der Brücke links haltet und den Weg Richtung Wald folgt. Dort beginnt auch der Waldlehrpfad. Diesen schauen wir uns auf dem Rückweg genauer an und nehmen den steilen Weg nach oben.

Mausoleum. Copyright AliSa.

Das Mausoleum Hermann Weil ließ der Kaufmann Hermann Weil von 1924 bis 1927 errichten. An dem Mausoleum findet ihr eine Tafel mit weiteren Informationen. Wenn ihr dem Weg weiter folgt, kommt ihr am jüdischen Friedhof vorbei – nach Mannheim der zweitgrößte jüdische Friedhof in ganz Baden-Württemberg.

Der Weg geht nahtlos in den Waldlehrpfad über. Hier findet ihr unter anderem ein tolles “Waldsofa” – perfekt geeignet für eine ausgiebige Pause.

Wir folgen dem Waldlehrpfad und gelangen so wieder in den Ort zurück, überqueren wieder die Brücke und genießen nochmal den Ausblick auf den Dom vom Kraichgau.

Blick auf die katholische Kirche von Waibstadt. Copyright AliSa.

Bei der Kirche angekommen, schauen wir uns noch den Marktplatz und das Rathaus an, bevor wir uns auf den Weg zurück zum Bahnhof machen.

Rathaus von Waibstadt. Copyright AliSa.

Ihr findet in Waibstadt einige Einkehrmöglichkeiten – somit steht einem Rundgang inklusive leckerem Essen nichts im Wege 🙂

Viel Spaß euch und wir freuen uns über eure Bilder!

Liebe Grüße

Alina und Sarah

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

AliSa – #derkraichgauistmehr

Ihr Lieben,

heute ist es soweit – unsere AliSa Reihe #derkraichgauistmehr startet. In unserer AliSa #derkraichgauistmehr Reihe sprechen wir mit Personen, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise im Kraichgau aktiv sind und sich für diesen einsetzen – ganz nach dem Motto #derkraichgauistmehr.

Derzeit läuft auf Instagram und Facebook unsere Ortsvorstellung über Waibstadt. Hier gab es und gibt es bis heute ein außergewöhnliches Engagement des Turnvereins Waibstadts und der SG Waibstadt zur Unterstützung der ansässigen Gastronomie und des Handels, sowie zur Bewahrung der Veranstaltungen während der Corona Pandemie. Genau über dieses Engagement haben wir uns mit Markus Stumpf, Vorsitzender der SG Waibstadt, und mit Boris Schmitt, Vorsitzender des Turnvereins Waibstadts, unterhalten bzw. geschrieben.

Nun aber viel Spaß beim Lesen!

Lieber Boris, lieber Markus,

wir freuen uns, dass ihr uns ein paar Einblicke in eure letzten Monate gebt. Von außen geprägt von einem tollen Engagement zur Unterstützung der Gastronomie in Waibstadt, den Gewerbetreibenden und ein Beweis für eine gelebte Gemeinschaft ganz nach dem Motto “Waibstadt steht zusammen”.

Wann war euch klar “jetzt gilt es” und wann fand dann das erste Gespräch zwischen euch beiden statt?

Boris: Wir haben im Turnverein uns gleich zu Beginn der einschränkenden Corona-Verordnungen auf neue Wege verständigt. Turnratssitzungen wurden virtuell als Videokonferenz abgehalten und wir haben überlegt, was ist erlaubt, wie können wir trotzdem Gemeinschaft leben. Markus und ich sprechen regelmäßig, die gemeinsamen Aktionen von SG und TV haben sich dann entwickelt. 


Markus: Der TV war hier sicherlich der Vorreiter und wir mit der SG haben uns ein bisschen dran gehängt und die Aktionen haben sich wie schon von Boris geschrieben, entwickelt. 

Wie seid ihr denn auf die ganzen Ideen und besonders das Pizza Duell gekommen? 

Boris: Tatsächlich haben wir nur einen Bruchteil unserer Ideen tatsächlich umgesetzt. 


Markus: 2015 gab es schon mal ein Duell zwischen TV und SG auf dem Marktplatz. Pizzaduell und Grillduell wurden da schon ein bisschen von abgeleitet. 

Es wird oft von diesem besonderen Zusammenhalt in Waibstadt gesprochen. Was glaubt ihr woher kommt dieser? 

Boris: Das ist historisch gewachsen, durch eine starke Vereinslandschaft, durch die Adler-Brauerei vor Ort, durch die vielen musiktreibenden Menschen und Vereine, die zu jedem Fest auch Live-Musik beitragen können. Wir hoffen, dies immer wieder neu festigen und weiterführen zu können – zum Beispiel durch diese Aktionen, aber auch durch das gute Miteinander von Geselligkeit und stetiger Verbesserung von Vereinsangeboten, von Festen (Stichwort: Nachhaltigkeit) und vielen mehr.


Markus: Ich glaube der Zusammenhalt war früher nicht immer so, dies hat sich in den letzten Jahren aber sehr zum Positiven entwickelt. 

Spürt ihr jetzt einen noch stärkeren Zusammenhalt in euren Vereinen? 

Boris: Nein, aber es hat sich aus diesen Aktionen eine neue Abteilung gebildet, die zukünftig zum Beispiel auch einen Kulturkalender herausgeben wird. Das ist uns wichtig, immer neuen Raum geben für Entwicklungen und für neue Ideen. Wir bewahren und schaffen Neues. 


Markus: Das ist eine gute Frage. Den Zusammenhalt werden wir sehen, wenn wir beim nächsten Fest, der nächsten Veranstaltung  wieder alle zusammen anpacken müssen/ dürfen. 

Bestimmt habt ihr noch was geplant für 2020 oder? 😉 Verratet ihr uns schon etwas dazu? 

Boris: Klar, wir haben beispielsweise noch ein absolutes musikalisches Highlight geplant – ein Trio aus den Reihen der bekannten Blasmusikgruppe „Mnozil Brass“ wird nach Waibstadt kommen. Da sind wir stolz drauf. 


Markus: Dies wird sich in Bezug auf unsere Kerwe recht spontan entscheiden, ob und was wir als SG am Kerwewochenende auf die Beine stellen wollen und dürfen. 

Eine Frage noch bezüglich der neu gegründeten Abteilung im Turnverein. Wurde diese Gründung durch die letzten Monate nochmal bestärkt? 

Boris: Ja, wir haben schon immer einen Kulturwart, der Querschnittsaufgaben übernimmt, aber die Gründung der Abteilung wurde nun maßgeblich auch durch die letzten Monate forciert. 

Vielen Dank Euch für die Einblicke und das Interview. Euer Engagement ist wirklich außergewöhnlich und strahlt weit über Waibstadt hinaus! Vielen Dank.

Abschlussbild des Pizza Duells – zur Verfügung gestellt von TV Waibstadt und SG Waibstadt.

Hat euch das erste Gespräch #derkraichgauistmehr gefallen? Dann freuen wir uns über ein Like, eine Weiterempfehlung und wenn ihr unseren Blog abonniert.

Wir sind schon mitten in den Vorbereitungen von weiteren Gesprächen in dieser Reihe und wenn alles klappt, könnt ihr es euch bald auch anhören!!!

Liebe Grüße

Alina und Sarah

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Unser Logo

Gestern Abend war es soweit – wir haben unser Logo veröffentlicht!

Wir stellen mit unserem Logo den Kraichgau in den Mittelpunkt und führen auch hier unsere Vision konsequent fort – den Kraichgau erlebbar zu machen!

Das Logo besteht aus den Hügeln, die die Landschaft des Kraichgaus so einzigartig machen. Hier haben wir auch bewusst die gelb, braunen Farben gewählt – diese symbolisieren die vielen Felder.

Weiterhin haben wir die Streuobstwiesen integriert und diese mit dem Apfelbaum dargestellt. Die Streuobstwiesen gehören zu den gefährdeten Biotopen in Mitteleuropa und es gilt diese für die Artenvielfalt zu schützen.

Ebenfalls beinhaltet das Logo einen Brunnen, denn auch die Brunnen sind aus dem Kraichgau nicht wegzudenken.

Die Fee “AliSa” geht zurück auf die Feen Sagen, die es im Kraichgau gibt. Die Fee steht für Bewahrung und Aufbruch kann aus ihr sehr viel Neues und Positives entstehen.

Logo, AliSa-Heimat erleben, copyright AliSa.

Entstanden ist das Logo in Zusammenarbeit mit Lena Yokoto-Barth. Sie hat mit uns Abitur gemacht und ist selbstständige Illustratorin. Nun das Logo gemeinsam mit ihr zum Leben zu erwecken, war toll. Innerhalb von wenigen Tagen war das Logo fertig.

Gestern Abend war es nicht nur unsere Logo Veröffentlichung, sondern auch die erste live Veranstaltung und es war wunderbar! Vielen Dank an alle, die gestern Abend dabei waren.

Besonderen Dank gilt Herrn Gobernatz, dem Bürgermeister von Neidenstein für die herzlichen Worte und das “Starterpaket”, was wir beide bekommen haben. Dank Berthold Jürriens war es sogar möglich bei unserem Rundweg durch Neidenstein einen Blick in die ehemalige Synagoge zu bekommen.

Vielen Dank an alle, die die AliSa Reise unterstützen.

Wir freuen uns auf alles was kommt und sind gerade schon am Umsetzen einiger Ideen, die wir im Kopf haben. Es bleibt spannend.

Liebe Grüße

Alina und Sarah

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Sommer, Sonne, Termine

Es ist Mitte Juli, die Sommerferien stehen vor der Tür und wir?

Wir von AliSa befinden uns gerade mitten in den Planungen für unsere Logo Veröffentlichung am 25.Juli in Neidenstein, dem Sommermonat August (dazu kommende Woche mehr) und all den Veranstaltungen, die wir in kommender Zeit geplant haben. Und genau diese möchten wir euch hier nun kurz vorstellen.

Wir veröffentlichen unser Logo! Copyright AliSa.

Wie eben schon erwähnt, veröffentlichen wir am 25.Juli unser Logo in Neidenstein und sind schon ganz gespannt, wie es euch allen gefällt. Hierfür gibt es nur noch zwei freie Plätze. Seid ganz schnell und schreibt uns eine E-Mail. Wir nehmen euch an dem Abend auch virtuell mit, versprochen.

Handlettering. Copyright AliSa.

Am 09. August bieten wir dann erstmalig unseren Handlettering Kurs vor Ort an. Bisher konnten wir diese ja nur rein virtuell durchführen, umso mehr freuen wir uns nun, euch alle persönlich kennenlernen zu können. Wir werden einen Vormittags- und einen Nachmittagskurs anbieten – sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene. Die Kosten liegen bei 60€ inklusive Material, Snacks und Getränken. Ihr wollt dabei sein? Dann schreibt uns eine E-Mail an alisaheimaterleben@freenet.de.

Plaudereck in Neidenstein. Copyright AliSa.

Am 19. September nehmen wir euch mit auf einen kulinarischen Spaziergang. Treffpunkt ist um 16Uhr, den genauen Ort (rund um Neidenstein) geben wir noch bekannt. Wir laufen gemeinsam einen Spaziergang und lassen es uns mit leckeren Getränken und kleinen Snacks gutgehen. Gegen 19Uhr sind wir dann wieder am Ausgangspunkt. Die Kosten liegen bei 35€ inklusive dem Essen und den Getränken. Ihr mögt dabei sein? Dann sichert euch euren Platz und schreibt uns eine E-Mail an alisaheimaterleben@freenet.de

Weiterhin planen wir gerade noch einen Herbstspaziergang mit heißer Suppe und sind jetzt mitten im Sommer auch schon am Überlegen, was wir weihnachtliches gestalten können!

Ihr wärt gerne dabei aber könnt an den genannten Terminen nicht? Oder ihr habt einen besonderen Anlass vor euch? Ab 5 Personen planen wir für euch individuelle (Kreativ-)Veranstaltungen rund um den Kraichgau! Schreibt uns eine E-Mail oder ruft uns direkt an, wir freuen uns.

Genießt das Sommerwochenende und lasst es euch gutgehen!

Alina und Sarah von AliSa

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Immer wieder kehrn wir heim, zur Ritterburg nach Neidenstein

Burg in Neidenstein. Copyright AliSa.

Bei unserem Spaziergang durch Neidenstein kommen wir an vielen Spots aus AliSas Ortsvorstellung im Juni vorbei.

Wenn ihr mit dem Auto anreist, parkt ihr am besten an der Von- Venningen-Halle. Hier startet auch unsere Beschreibung des Spaziergangs. Es ist aber auch kein Problem mit der S-Bahn anzureisen und vom Bahnhof aus zu starten.

Wenn ihr auf dem Parkplatz in der Ortsmitte aussteigt, steht ihr zwischen Von- Venningen- Halle, der Burgdorfgrundschule und dem Kindergarten Biberburg. Außerdem habt ihr einen perfekten Blick auf die ehemalige Zigarrenfabrik. Bis ins 20. Jahrhundert war der Tabakanbau der wichtigste Wirtschaftszweig in Neidenstein.

Zigarrenfabrik Neidenstein. Copyright AliSa.

Wechselt die Straßenseite und lauft mal direkt an der Zigarrenfabrik vorbei, seht ihr die „ältesten Graffitis“ von Neidenstein? Tatsächlich sieht man auf den Steinen Unterschriften und Notizen der Zigarrenmacher.

Weiter geht’s die Straße entlang. An der nächsten Kreuzung steht ihr vor einem rosafarbenem Haus: die ehemalige Judenschule, heute ein Wohnhaus. Wir biegen hier nach links in die Eschelbronner Straße ein. Und nach kurzem Anstieg gleich wieder rechts in den Galgenbuckel. Der Straße folgen wir,  bis wir vorm Friedhof stehen. Wer möchte, kann sich hier das Kriegerdenkmal zum Gedenken der Opfer des ersten und zweiten Weltkriegs ansehen.

Kriegerdenkmal Neidenstein. Copyright AliSa.

Früher stand das Denkmal auf dem heutigen „Kerweplatz“ in der Ortsmitte.

Wir laufen vor dem Friedhof an der Wandertafel vorbei steil den Berg hoch. Auf der linken Seite kommen wir an einer romantischen Bank vorbei mit Blick auf Neidenstein. Weiter bergauf gelangen wir schließlich zu den Von-Venningen-Gräbern. Genießt die Ruhe setzt euch auf die Bank und lauscht. Welche Vögel könnt ihr hören? Wer Lust hat, kann von hier einen Spaziergang durch den Schlosswald starten. Wir haben euch einen schönen ausgesucht, folgt einfach dem Link https://bit.ly/3gfaYxl .

Unser Spaziergang durch Neidenstein führt uns aber jetzt wieder bergab. Wir laufen nicht den gleichen Weg. Sondern parallel zu dem Weg, den wir gekommen sind geht rechts ein schmaler Trampelpfad durch die Wiese. Seht ihr ihn? Folgt diesem durch ein kleines Waldstückchen und ihr kommt an einem Tor raus: Durch das Tor hindurch steht ihr direkt vor der Burg.

Tor zur Burg. Copyright AliSa.

Die ältesten Teile dieser Höhenburg stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Burg wird auch heute noch von der Familie von Venningen bewohnt. Alle zwei Jahre am Altortfest darf man den Burgturm besichtigen.

Unser Rundweg führt uns die Treppen vor der Burg hinab. Unten angekommen steht ihr auf der rechten Seite direkt vorm Heimatmuseum. Das Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert gehört noch zur Vorburg. Der Verein für Kultur- und Heimatpflege kümmert sich um die Ausstellungsräume. In dem Gebäude gegenüber des Heimatmuseums befindet sich die alte Bibliothek, in der auch Trauungen stattfinden können.

Nach ein paar Schritten befinden wir uns dann schon vor der wunderschönen kleinen katholischen Kirche, die im Jahr 1880 erbaut wurde.

Brücke. Copyright AliSa.

Nach der Kirche führt unser Weg über eine Brücke, die nur von der Seite als Brücke zu erkennen ist. Die Brücke führt direkt auf „Neidensteins Hochhaus“ zu, glaub ihr nicht? Dann wartet mal ab, bis ihr das Haus von der anderen Seite seht.

Dann kommen wir zum Rathaus, das im Jahr 1773 erbaut und zuletzt  im Jahr 1991 renoviert und umgebaut wurde. Auf dem Platz vorm Rathaus sieht man auf dem Boden auch das Gemeindewappen. Das Wappen gibt es erst seit dem Jahr 1901. Es wurde von dem Familienwappen der Familie von Venningen abgeleitet. Auf dem Wappen erkennt man drei rote Lilienstäbe.

Gegenüber vom Rathaus befindet sich das Gasthaus Zum goldenen Adler. Öffnungszeiten findet ihr hier https://bit.ly/2NFoy0k .

Vor dem Rathaus biegen wir in die Bergstraße ein. Jetzt laufen wir gemütlich durchs Altort. Habt ihr das Neidensteiner Hochhaus schon von der anderen Seite entdeckt? Schaut euch die schönen Fachwerkhäuser und Scheunen an, die hier noch stehen. Alle zwei Jahre – immer am dritten Wochenende im August – findet hier in diesem Bereich das Altortfest mit Burgbeleuchtung statt.

Steg über die Schwarzbach. Copyright AliSa.

Am Ende der Bergstraße wechseln wir die Straßenseite und laufen über einen der Stege, die in Neidenstein zu finden sind. Nach dem Steg laufen wir links an der Schwarzbach entlang bis wir wieder an die Straße kommen. Falls ihr mit Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs seid, könnt ihr auch in der Daisbacher Straße ca. 100 Meter an der Schwarzbach entlang laufen, bis ihr vorm alten Milchhäusel steht. Darin befindet sich heute das Vereinsheim des Gesangvereins Concordia.

Den Mühlweg entlang müssen wir nun über die L 549, bitte seid hier besonders vorsichtig. Ein Stück entlang der Josef-Umdasch-Straße laufen wir über die Mühlbrücke und am alten Bahnwärterhäuschen über die Bahngleise. Ab hier könnt ihr auch einen romantischen Spaziergang über den Hohenbühl, die höchste Erhebung Neidensteins mit 257 mNN, machen. Den Weg haben wir euch hier https://bit.ly/2NErBWR aufgeschrieben.

Wir laufen aber weiter auf dem Viehtriebweg, vorbei an einer alten Tabakscheune und kommen zur Kreuzung zwischen Viehtriebweg- Schafbrunnenweg – Fuchslochweg und Am Bahndamm. Das landwirtschaftlich geprägte Gebiet rund um den Viehtriebweg grenzt hier direkt ans Gewerbe- und Industriegebiet mit vielen ortsansässigen Betrieben und Firmen.

Außerdem könnt ihr von hier noch den Rundweg über den Obstbaumweg laufen, den ihr hier https://bit.ly/2NOI9M1 findet.

Wir biegen in die Straße Am Bahndamm ab und laufen an den Schienen der S-Bahn entlang zum Bahnhof.

Von hier bieten sich euch gleich zwei Möglichkeiten weitere Rundweg zu laufen. Zum einen startet hier unser Rundweg über den Kallenberg durch den Wald zwischen Neidenstein, Eschelbronn und Epfenbach: Folgt einfach dem Link https://bit.ly/2Zg3inr . Und der zweite Spaziergang, der von hier startet ist der Menachem und Fred- Wanderweg zwischen Neidenstein und Hoffenheim. Er ist den Brüdern Fred und Menachem gewidmet, gebürtige jüdische Hoffenheimer, die 1940 ins Lager nach Gurs deportiert wurden und dort überlebt haben. Früher sind die zwei Brüder mit ihren Eltern diesen Weg immer samstags nach Neidenstein gelaufen, um dort ihre Großeltern und andere Verwandte zu besuchen. Der Wanderweg ist gut ausgeschildert und markiert. Ihr müsst immer den MF – Zeichen folgen.

Am Bahnhof befindet sich auch das Restaurant Zum Schiff. Die Öffnungszeiten findet ihr hier .

Kurz nach dem Restaurant zum Schiff laufen wir über eine Brücke und biegen gleich danach rechts ab in einen Feldweg. Den laufen wir dann am Bach entlang bis zum Plauderwinkel.

Plauderwinkel. Copyright AliSa.

Hier könnt ihr auf den Bänken Platz nehmen, die Aussicht zur Burg genießen. Wieso heißt diese Fleckchen wohl Plauderwinkel?

Den gleichen Weg laufen wir wieder zurück zur Bahnhofsstraße, biegen nach rechts ab und queren an der Ampel wieder die L 549.

Nach der Ampel, im ehemaligen Gebäude der Volksbank, befindet sich heute Mel’s Kaffee und mehr. Öffnungszeiten findet ihr hier https://bit.ly/3icTRh6 .

Wir laufen die Bahnhofstraße entlang, bis wir nach links in die Neue Straße abbiegen. Dort kommen wir an der Metzgerei Bommer vorbei und stehen bald wieder am schönen Festplatz vom Altortfest, Bushaltestelle, Milchhäusel, Bänke zum Verweilen und haben einen herrlichen Blick auf die Neidensteiner Burg. Gerade im Frühjahr, wenn die Bäume in voller Blütenpracht stehen, kann man hier wunderschöne Bilder machen.

Burgblick mit Blüten. Copyright AliSa.

Zum letzten Teil unseres Rundweges laufen wir den Kirchgraben hoch. Unten im Kirchgraben befindet sich die ehemalige Synagoge. Jahrelang ist man an dieser „alten Scheune“ einfach vorbeigegangen, ohne ihr Beachtung zu schenken. Mittlerweile zeigt ein Schild, dass dies eine ehemalige Synagoge ist. 1831 wurde sie als eine der größten Landsynagogen Badens eingeweiht. Nach 100 Jahren wurde sie umfassend renoviert, um dann in der Reichspogromnacht 1938 zerstört zu werden. Die Synagoge wurde nur wegen der nahestehenden Häuser und Scheunen nicht abgebrannt. Seit kurzem kümmert sich der Verein „Fördergemeinschaft ehemalige Synagoge Neidenstein“ um die Bewahrung der Synagoge.

Am Ende des Kirchgrabens findet ihr den Weg zur evangelischen Kirche. Diese wurde im Jahr 1700 neu errichtet und umgebaut, nachdem die alte Kirche zu klein wurde. Der Kirchturm kam dann um das Jahr 1770 dazu.

Von hier kann man auch schon das Ende unseres  Rundweges sehen. Vorbei am Zunftbaum und der Büchertelefonzelle (vielleicht wollt ihr ja noch einen Blick hinein werfen) stehen wir nun an unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz an der Von-Venningen-Halle.

Ortsmitte mit Zunftbaum. Copyright AliSa.

Viel Spaß bei diesem Spaziergang – hier die Zusammenfassung der Fakten:

  • Dauer: rund vier Kilometer
  • Kinderwagen: geeignet
  • Fahrrad / Laufrad: geeignet
  • Steigung: leicht

Ihr könnt dem Spaziergang auch direkt über den Link über euer Handy folgen.

Ihr wisst: Wir freuen uns immer über Bilder, also verlinkt uns doch einfach direkt mit #alisaheimaterleben bzw. taggt uns. Vielleicht findet ihr unterwegs einen de Alisa Glückssteine, die wir in Neidenstein ausgelegt haben.

Viel Spaß an der frischen Luft und bleibt gesund.

AliSa

PS: Wenn euch der Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über einen kleinen Zuschuss zu unserer virtuellen Kaffeekasse über diesen Link. Weitere Infos zu unserer virtuellen Kaffeekasse findet ihr hier. Vielen lieben Dank für eure Unterstützung.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Midsommer / Johannisfeuer Sommerabend

Hallo ihr Lieben,

wir nähern uns wieder dem längsten Tag und der kürzesten Nacht: der Sommersonnenwende. Viele verschiedene Feste und Traditionen hängen mit diesem Tag zusammen. Grund genug für uns daraus eine virtuelle Veranstaltung zu machen! Was das genau ist und wie das funktioniert, erklären wir euch im Folgenden.

Warum eigentlich virtuell? Virtuell deshalb, weil wir möchten, dass so viele Menschen wie möglich an unserem „AliSa – Midsommer vs. Johannisfeuer Sommerabend“ teilnehmen können und die  Corona-Auflagen noch keine „realen“ Veranstaltungen zulassen.

Aber wie soll das genau funktionieren? Ganz einfach: Jeder von euch sucht sich einen schönen Ort an dem er mit uns feiern möchte, ganz egal, ob der eigene Balkon oder Garten, ob im Wohnzimmer auf dem Sofa oder auf einer Wiese.

Wir werden uns an diesem Abend auch einen schönen Platz suchen. Auf unseren Profilen auf Facebook und Instagram nehmen wir euch in den Storys dann mit auf unsere ganz persönliche Sommersonnenwende. Sprich ihr müsst nicht von 18Uhr bis 22Uhr auf euer Handy oder euren Laptop “starren”. Wir werden uns punktuell immer wieder mit Bildern und Eindrücken melden und die Idee ist, dass ihr das genauso macht! Postet Bilder von eurem Sommerabend, lasst uns uns gegenseitig verlinken und so zeigen, wie wir hier im Kraichgau gemeinsam Midsommer / Johannisfeuer verbringen.

Damit ihr es euch genauso gemütlich machen könnt wie wir, bekommt ihr von uns natürlich noch Ideen und Tipps, wie ihr den Abend gestalten könnt.  

Wie schon erwähnt, gibt es für die Sommersonnenwende viele Traditionen und verschiedene Feste.

Eines der Bekanntesten ist Midsommer aus dem skandinavischen Raum. In Schweden wird Midsommer zum Beispiel immer am Samstag zwischen dem 20. Juni und dem 26. Juni gefeiert, dieses Jahr also am 20. Juni. Um die kürzeste Nacht des Jahres ranken sich viele Mythen. Im Volksglauben der Schweden galt diese Nacht als magische Nacht im Zeichen der Liebe. Der Legende nach erzählt man sich, dass Mädchen in der Mittsommernacht sieben oder neun verschiedene Sorten Blumen pflücken sollen und sich ihnen dann in der Nacht im Traum ihr zukünftiger Mann offenbart. Deshalb ist Midsommer in Schweden jedes Jahr ein beliebter Hochzeitstermin. Auch heute noch dreht sich bei den Midsommer-Feiern vieles um die Blumen: Ob als Haarschmuck auf dem Kopf, als Tischdeko, als Muster auf den schönen Blumenkleidern, die die Schwedinnen gerne zum Fest tragen oder die traditionelle Midsommerstange, ein Baumstamm der mit grünen Blättern und bunten Blumen dekoriert wird. Außerdem isst man zum Fest die ersten Jungkartoffeln mit Hering und Sauerrahm. Und natürlich gibt es verschiedene Tänze und Lieder, die an diesem Tag gesungen werden. In Skandinavien hat das Fest keinen christlichen Ursprung.

Im deutschsprachigen Raum gibt es jedes Jahr die Sonnwendfeuer oder auch Johannisfeuer genannt in der Johannisnacht und zwar vom 23. auf den 24. Juni. Der 24. Juni ist der Johannistag, ein christlich geprägtes Fest zur Geburt Johannes des Täufers. Das Johannisfeuer, das in dieser Nacht entzündet wird, soll der Legende nach Dämonen abwehren, die Krankheiten über Mensch und Tier bringen. Natürlich gibt es auch traditionelle Tänze rund um das brennende Feuer. Auch beim Johannisfest spielen und Blumen und Pflanzen eine wichtige Rolle. Früher band man Johannissträuße, die aus sieben verschiedenen Kräutern bestanden. Entweder man legte sich den Strauß unters Kopfkissen, um Glück in der Liebe zu haben oder man glaubte daran, dass die Kräuter in dieser Nacht besonders große Heilkräfte hatten und Gesundheit brachten.

Da Midsommer und die Johannisnacht dieses Jahr nicht auf den gleichen Tag fallen, werden wir unser „AliSa – Midsommer vs. Johannis“- Fest am 21.6.2020 ab 19.30 Uhr live über Facebook und Instagram feiernunsere Vorbereitungen starten ab 18Uhr, auch hier nehmen wir Euch schon virtuell mit.

Dazu haben wir für euch nun im Folgenden ein paar Ideen zusammengestellt.

Natürlich darf ein Sonnwendfeuer nicht fehlen. Da bei uns aber große Waldbrandgefahr herrscht und ein offenes Feuer im Feld einfach zu gefährlich ist, haben wir uns für eine feuerfreie Alternative entschieden – wenn ihr einen Gartenkamin habt, ist das natürlich was anderes. Wir nehmen eine Feuerschale, legen ein paar Holzscheite rein und dekorieren mit LED-Kerzen und Lichterketten (am besten eine batteriebetriebene). Ihr könnt auch gerne noch Lampions und bunte Bänder aufhängen.

Feuer freie Alternative, wenn ihr kein Gartenkamin habt. Copyright AliSa

Jetzt noch eine schöne gemütliche Decke neben die Feuerschale und der Anfang für den Abend ist geschafft.

Fehlt nur noch die Verpflegung – nahezu das Wichtigste oder was meint Ihr?

In Schweden wird traditionell zu Midsommer eine Erdbeertorte gebacken. Bestehend aus Biskuit, Sahne und Pudding, ergänzt mit Erdbeeren.

Midsommer Torte à la AliSa. Copyright AliSa.

Wir haben uns für Midsommer daher auch für eine Erdbeertorte entschieden, die leicht zu backen ist und einfach lecker schmeckt. Dafür backt ihr einen Biskuit (6 Eier, 180g Mehl, 240g Zucker und 1 Päckchen Backpulver) und schneidet diesen einmal durch. Gefüllt wird unsere AliSa Midsommer Torte mit einer Puddingcreme (Pudding kochen, mit ein bisschen Quark verrühren und Sahnesteif für die Festigkeit). Oben auf den Biskuit streicht ihr eine Marmelade eurer Wahl und belegt die AliSa Midsommer Torte mit frischem Obst und ein bisschen Minze!

Früher wurden zum Johannisfest oftmals auch kleine Küchlein gebacken, die dann mit Obst belegt wurden. Wir haben uns daher für Rhabarber Muffins entschieden, da man diese auch wunderbar mit nehmen kann.

Muffins für unser Midsommer Fest. Copyright AliSa.

Für die Rhabarber Muffins macht ihr einen “normalen” Rührteig (6 Eier, 500g Mehl, 250g Zucker, Milch, Backpulver, 250g Margarine) und mischt kleine weiße Schokoladenstückchen unter. Dann füllt ihr immer ein bisschen was in eine Muffin Form, dann eins bis zwei Stückchen Rhabarber dazu und dann den restlichen Teig.

Was macht ein schönes Sommerabend Picknick noch aus? Definitiv ein leckeres Brot!

Daher haben wir noch ein Holzofenbrot beim Mühlenbäcker in Zuzenhausen besorgt.

Holzofenbrot von der Mühlenbäckerei Kolb in Zuzenhausen. Copyright AliSa.

Belegt es nach Lust und Laune mit Wurst, Käse, Butter oder auch einem leckeren Frischkäse mit Kräutern – so wie es früher ja auch Brauch war, Kräuter zum Johannistag zu essen.

Nun fehlen nur noch die passenden Getränke. Wir haben uns für zwei verschiedene Cocktails entschieden: eine alkoholische und eine alkoholfreie Variante.

Zunächst ein alkoholfreier Holunder – Cocktail. Da der Johannistag auch als Holdertag/Holundertag bezeichnet wird, passt der Cocktail perfekt.

Zutaten Holunder Cocktail, Copyright AliSa.

Für vier Gläser braucht ihr folgende Zutaten:

  • 350ml Ginger Ale
  • Ca. 70ml Holunderblütensirup (wer es süßer mag auch gerne mehr)
  • 450ml Mineralwasser
  • 3 Stängel Minze
  • 2 unbehandelte Limetten oder Zitronen
  • Eiswürfel

Ginger Ale, Mineralwasser und Sirup mischen und in die Gläser füllen. Anschließend eine halbe Zitrone oder Limette auspressen und den Saft dazu geben. Den Rest in Scheiben schneiden und auf die Gläser verteilen. Zum Schluss noch Eis und Minzblätter dazu – fertig! Wer möchte kann natürlich die Gläser noch mit Strohhalm, Schirmchen und Zitrone dekorieren.

Der alkoholische Cocktail ist das neue Trendgetränk mit Gin: der Bramble.

Dazu braucht ihr folgende Zutaten:

  • 5cl Gin; wir haben uns für den leckeren Heimat Gin aus der Brauerei in Schwaigern entschieden
  • 2cl frisch gepressten Zitronensaft
  • 1cl Zuckersirup (oder 1 EL Zucker)
  • 3EL Brombeersirup
  • Eiswürfel
  • Brombeeren zum Dekorieren

Alle flüssigen Zutaten gut mischen in ein Glas füllen und mit Eiswürfeln, Brombeeren, Strohhalm und Schirmchen dekorieren. Prost – lasst es euch gut gehen.

Die fertigen Cocktails. Copyright AliSa.

Was natürlich aus dem schwedischen Midsommer nicht wegzudenken ist, sind Blumenkränze in den Haaren. Ob selbst gemacht oder gekauft, Kinder und Erwachsene tragen sie zu diesem Fest. Wir wollen euch heute eine selbst gemachte Variante vorstellen. Dazu müsst ihr natürlich erst auf die Suche nach schönen Feldblumen gehen und ihr braucht Basteldraht.

Blumen für den Kranz. Copyright AliSa.

Nun funktioniert es eigentlich so, wie beim (Tür-)Kranzbinden: ihr nehmt einen kleinen Teil der gesammelten Blumen und Gräser in die Hand, umwickelt diesen mit Draht und fügt dann wieder neue Gräser hinzu, bis ihr einen Kranz habt.

Fertiger Blumenkranz. Copyright AliSa.

Wir hoffen euch gefallen unsere Ideen, sind schon ganz gespannt auf eure Ideen und freuen uns riesig auf den virtuellen Sommerabend mit euch! In der Veranstaltung auf Facebook findet ihr immer die aktuellen Infos.

Lasst uns alle gemeinsam hier im Kraichgau virtuell Midsommer / Johannisfeuer feiern.

Liebe Grüße

AliSa

PS: Die Nennung von Firmen stellt eine unbezahlte Werbung da. Wir von AliSa freuen uns immer, wenn wir heimische Produkte verwenden. Ihr stellt ebenfalls ein Produkt hier im Kraichgau da? Meldet euch gerne bei uns!

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Spaziergang durch den Schlosswald

Heute sind wir im Schlosswald rund um die Neidensteiner Burg unterwegs. Falls ihr mit dem Auto anreist, parkt ihr am besten in der Ortsmitte bei der von Venningen Halle. Der Rundweg ist etwa sieben Kilometer lang und man kommt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Neidenstein vorbei.

An der Halle parkt ihr direkt gegenüber der alten Zigarrenfabrik. Geht einmal näher ran, dann seht ihr auf den Backsteinen des Gebäudes die ältesten Graffitis Neidenstein.

Inschriften der Arbeiter aus der Zigarrenfabrik. Copyright AliSa

Jetzt geht ihr quer über den Parkplatz in Richtung Gasthof Sonne. Der Gasthof steht leider seit einigen Jahren leer  und sucht einen Pächter, vielleicht habt ihr ja Lust dem schönen Biergarten wieder Leben einzuhauchen?! Vorbei am Zunftbaum und an dem Wappen aus Blumen biegen wir vor der Sonne rechts ab und folgen der Bahnhofstraße.

Nach nur etwa 50 Metern biegen wir rechts in die Eschelbronner Straße ein. Ein Stück die Straße entlang gelangen wir zur nächsten Kreuzung. Wir folgen der Beschilderung zum Friedhof und biegen links in den Galgenbuckel ein. Die Straße laufen wir entlang bis wir vor dem Friedhof stehen.

Links an der Wanderkarte vorbei. Copyright AliSa

Davor entdeckt ihr eine Wanderkarte. Dort betreten wir das Gebiet des Schlosswaldes. Links an der Wanderkarte vorbei laufen wir den betonierten Weg hoch. Vorbei am schönen Ausblick (nehmt ruhig kurz Platz und schaut auf Neidenstein herab) und den von Venningen- Gräbern geht es geradeaus weiter noch am Waldrand entlang.

Weiterhin geradeaus. Copyright AliSa

Dieser Weg teilt sich vor dem Wasserhäuschen. Wir werden rechts abbiegen und in den Wald eintauchen.

Weg vor Wasserhäuschen. Copyright AliSa

Es geht jetzt ein Stückchen den Berg hinauf. Genießt den Wald. Wie viele unterschiedliche Markierungen könnt ihr auf den Bäumen erkennen? Wisst ihr was sie bedeuten? Nicht alle Markierungen dienen der Orientierung auf den Wanderwegen. Manche sind auch Hinweise für die Forstarbeiter.

An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab und folgen den Wegweisern Richtung Daisbach, Gigglerskopfhütte, Zuzenhausen, Hoffenheim.

Rechts ab. Copyright AliSa

Weiterhin geradeaus. Genießt ihr es auch zu jeder Jahreszeit im Wald unterwegs zu sein? Es gibt immer etwas Neues zu entdecken, ob im Frühling und Sommer, wenn der Wald immer grüner wird und es richtig laut werden kann, wenn die Vögel laut zwitschern. Oder im Herbst, wenn sich alles bunt färbt und man gar nicht glauben kann, wie viele verschiedene Farben man im Wald findet. Aber auch im Winter ist es wunderschön, ruhig, wenn Schnee liegt hört man nichts außer das Knirschen unter den Füßen. Auch ohne Schnee ist der Wald dann ein mystischer Ort.

Am nächsten Abzweig laufen wir weiter geradeaus.

Geradeaus. Copyright AliSa

Weiter geht’s durch den Wald.

Links abbiegen. Copyright AliSa

An der nächsten großen Kreuzung – sie befindet sich auf einer kleinen Lichtung, schaut mal nach oben, könnt ihr den blauen Himmel sehen – biegen wir links ab.

Jetzt geht es ein kleines Stückchen bergab.

Links abbiegen. Copyright AliSa

Wir folgen dem nächsten Abzweig und biegen an ihm links ab. Wer schon des Öfteren Spaziergänge von uns ausprobiert hat, wird das nächste Stückchen von der 3- Märker- Tour kennen. Wir kommen an der Picknickbank und dem Hoffema Bründl vorbei.

Rechts abbiegen. Copyright AliSa

Weiter geht’s. An der nächsten Kreuzung müssen wir rechts abbiegen. Könnt ihr euch erinnern? Zum 3- Märker müsst ich links ab.

Ein  kleines Stück geht es jetzt zwischen Waldrand und Feldern entlang. An der nächsten Kreuzung müsst ihr links abbiegen.

Vor dem Betonweg wieder rechts in den Wald. Copyright AliSa

Bevor der Waldweg in einen betonierten Feldweg übergeht müsst ihr rechts in den Wald abbiegen.

Links an der Parkbank vorbei. Copyright AliSa

Dort seht ihr zwei Wege und in der Mitte eine schöne Parkbank. Wir laufen an der Parkbank links vorbei.

Folgt dem Weg, der euch zum Waldspielplatz Eschelbronn führt. Perfekt um eine größere Rast einzulegen. Schaukel, Rutsche und eine Hütte mit Sitzbank – genießt den Ausblick über die Kraichgauer Felder. Als wir den Rundgang abgelaufen sind wurden wir zum Glück genau hier vom Regen überrascht und konnten eine kleine Pause in der Hütte einlegen und das Prasseln der Regentropfen genießen.

Wenn ihr nach der Rast weiterlaufen wollt, müsst ihr den Weg gehen, der an den Schaukeln vorbei in den Wald führt. Mitten im Wald seht ihr rechter Hand einen riesigen Strommast, den man sogar von den umliegenden Dörfern erkennen kann.

Unscheinbarer Abzweig nach rechts. Copyright AliSa

Der nächste Abzweig ist sehr unscheinbar. An diesem Weg müsst ihr rechts abbiegen und immer den Berg hinauf. Bis ihr an der Beschilderung steht, bei der wir vorhin schon einmal waren. Diesmal folgen wir dem Weg Richtung Neidenstein, Epfenbach, Reichartshausen.

Weiterhin geradeaus. Copyright AliSa

Nach einem kurzen Stück bergab folgen wir dem Waldweg weiterhin geradeaus.

Bis wir dann aus dem Wald gelangen und wieder auf dem Betonweg zu den von Venningen – Gräbern.

Diesmal laufen wir aber nicht den Betonweg zurück zum Friedhof, sondern wir folgen dem schmalen Trampelpfad, der neben dem Betonweg in das Waldstückchen oberhalb der Burg führt. Dort laufen wir ein kleines Stück bergab, bis wir vor dem Tor stehen, durch das wir auf den Vorhof der Burg gelangen.

Tor zum Vorhof der Burg. Copyright AliSa

Hier könnt ihr jede Menge Bilder machen oder einfach nur die Aussicht auf Neidenstein oder die Felder genießen. Nun müssen wir die Treppen runter (Wer mit Fahrrad oder Kinderwagen unterwegs ist, geht’s statt der Treppen den Weg durch das Tor, kommt unterhalb des Friedhofes raus und kann den gleichen Weg zurück zum Parkplatz, den wir vorhin auf dem Hinweg genommen haben) – bitte seid sehr vorsichtig, die Treppen sind steil!

Vorbei am Heimatmuseum, der katholischen Kirche, dem „Neidensteiner Hochhaus“ und dem Rathaus laufen wir auf der Eschelbronner Straße zurück zum Parkplatz an der von Venningen- Halle.

Viel Spaß bei diesem Spaziergang – hier die Zusammenfassung der Fakten:

  • Dauer: rund sieben Kilometer
  • Kinderwagen: geeignet
  • Fahrrad / Laufrad: geeignet
  • Steigung: leicht bis mittel

Ihr könnt dem Spaziergang auch direkt über den Link über euer Handy folgen.

Ihr wisst: Wir freuen uns immer über Bilder, also verlinkt uns doch einfach direkt mit #alisaheimaterleben bzw. taggt uns.

Viel Spaß an der frischen Luft und bleibt gesund.

AliSa

PS: Wenn euch der Beitrag gefallen hat, freuen wir uns über einen kleinen Zuschuss zu unserer virtuellen Kaffeekasse über diesen Link. Weitere Infos zu unserer virtuellen Kaffeekasse findet ihr hier. Vielen lieben Dank für eure Unterstützung

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Papa isch de Beschde!

Ihr Lieben,

am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt bzw. Vatertag. Am Vatertag wird ja traditionell gewandert und wir haben für euch gleich zwei Wanderungen bzw. Spaziergänge erkundet. Einmal geht es in den Forlewald und einmal ins Höllgrund Gebiet. Freut euch auf zwei Spaziergänge bei denen es viel zu entdecken gibt – eine circa 300 Jahre alte Buche, Ameisenhügel, den Römerbrunnen, einen Waldsinnpfad und noch viel viel mehr.

Beide Spaziergänge sind übrigens mit Bollerwagen / Kinderwagen machbar!

Wie wäre es denn, wenn ihr eurem Papa einen gemeinsam AliSa Spaziergang schenkt? Alina hat noch die passende Karte gelettert, die geht in den nächsten Tagen auf Insta in den Stories online. Auf der Karte ist der QR Code zu unserer Website integriert und schon kann es gemeinsam losgehen. Die Wetteraussichten für Donnerstag sind ebenfalls sehr gut (derzeit 26 Grad und Sonne pur), daher spricht einem gemeinsamen Ausflug nichts entgegen! Und was ergänzt den gemeinsamen Spaziergang wunderbar hinsichtlich Erholung und Entspannung? Dafür hat Benjamin und sein Team was. Benjamin betreibt den Frisör Schmitt in Reichartshausen und hat jetzt für den Vatertag wunderbare Geschenkideen mit Pflegeprodukten und Gin von Heimatgin in Schwaigern. Somit steht einem schönen Vatertag nichts im Wege!

Nun die zwei Spaziergänge für euch!

Spaziergang im Höllgrund:

Unser erster Spaziergang, den wir euch vorstellen, führt uns ins Gebiet des Höllgrunds. Wir starten am Schützenhaus in Spechbach (Verlängerung der Hirtenstraße). Von dort aus folgen wir dem Wanderweg 2 – daran könnt ihr euch die gesamte Zeit orientieren.

Wir laufen heute die Nummer 2. Copyright AliSa

Wir biegen somit hier bei dieser Kreuzung links ab. Ja, hier geht es jetzt erstmal eine Weile bergauf aber es gibt einiges zu entdecken. Das wird euch ablenken.

Direkt zum Start unseres gemeinsamen Spaziergangs gibt es auf der linken Seite ein großes Xylophon zu entdecken. Wir laufen nämlich einen Teil des Spechbachers WaldSinnpfad.

WaldSinn Pfad Spechbach. Copyright AliSa

Weiter geht es kurz nach dem Waldeingang mit einem Ratespiel – um welches Tier handelt es sich?

Wer bin ich? Copyright AliSa

Wir folgen diesem Weg im Wald immer weiter bergauf. Immer wieder stehen Schilder am Wegrand, die zum Lesen und Nachdenken anregen.

Schild als Teil des WaldSinn Pfads. Copyright AliSa

Kurz nach diesem Schild kommen wir an eine Kreuzung an der wir links abbiegen. Wir laufen nun Richtung Römerbrunnen und haben einen wunderschönen Weg vor uns. Dieser Wegabschnitt beginnt mit einem kleinen See auf der linken Seite.

Kleiner See. Copyright AliSa

Der Weg hier ist so schön, da der Boden ganz weich ist und man einen wunderbaren Blick in den Wald hat. Am Wegesrand findet ihr jetzt immer wieder Schilder, in der die unterschiedlichen Böden des Kraichgaus erklärt werden.

Schild im Wald von Spechbach. Copyright AliSa

Am Ende des Weges ist eine Wiese. Wir biegen hier rechts ab und laufen den Berg nach oben. Freut euch, denn oben ist dann direkt der Römerbrunnen mit einer Bank zum Ausruhen 😉

Der Römerbrunnen heißt Römerbrunnen, da in diesem Gebiet eine Römerstraße verlief. Ihr findet dort informative Schaubilder, die ich euch einen guten Einblick in die Römerzeit geben.

Römerbrunnen. Copyright AliSa

Habt ihr ein Picknick dabei? Sehr gut. Denn kurz nach dem Römerbrunnen findet ihr auf der linken Seite einen Rastplatz. Hier könnt ihr in Ruhe vespern und eine gemütliche Pause machen.

Danach laufen wir weiter geradeaus und dann links den Berg hinunter. Sind wir am Anfang Richtung Epfenbach gelaufen, laufen wir nun Richtung Waldwimmersbach, wie ihr an den Schildern erkennen könnt. Wir laufen den Weg immer weiter gerade aus – orientiert euch weiter an der 2.

Einmal biegen wir dann noch nach links ab und begeben uns damit in den letzten Teil des Rundwegs. Hier könnt ihr eine interessante Form der Holzlagerung entdecken.

“Holzwippe”. Copyright AliSa

Danach kommen wir bald aus dem Wald heraus und laufen in dem wunderschönen Höllgrund Tal zurück zum Ausgangspunkt.

Höllgrund Tal. Copyright AliSa

Hier nochmal die Fakten zusammengefasst:

  • Dauer: rund 5,5 Kilometer
  • Kinderwagen: geeignet
  • Fahrrad / Laufrad: geeignet
  • Steigung: mäßig
  • Wegroute: immer dem Wanderweg 2 nach!

Spaziergang im Forlewald:

Unser zweiter Spaziergang führt uns in den Forlewald. Der Wald liegt zwischen Waibstadt, Helmstadt, Epfenbach und Neidenstein. Das heißt: Ihr könnt den Spaziergang  auch von den unterschiedlichen Dörfern aus starten. Wir starten unsere Beschreibung von Epfenbach. Der Rundweg, den wir beschreiben ist ca. 7 Kilometer lang und problemlos mit Kinderwagen, Bollerwagen, Fahrrad oder zu Fuß zu bewältigen. Außerdem gibt es für Jung und Alt einiges zu entdecken.

Falls ihr mit dem Auto anreist, parkt ihr das am besten auf den Parkplätzen in der Ortsmitte. Von da aus lauft ihr an der Hauptstraße entlang Richtung Helmstadt und biegt vor der Schildwach Apotheke in den Bethelweg ein. Der Bethelweg geht am Rande vom Industriegebiet in einen betonierten Feldweg über, diesen lauft ihr weiter, immer Richtung Waldrand.

Am Waldrand. Copyright AliSa

Nach ca. 50 Metern im Wald kommt schon der erste Abzweig. Rechts würdet ihr nach Neidenstein kommen, wir laufen aber weiter geradeaus. Vorbei am Dickicht und gerodeten Stellen – könnt ihr den Specht hören? – kommt ihr nach ca. einem Kilometer an die erste große Kreuzung.

Erste große Kreuzung. Copyright AliSa

Nach rechts geht es wieder Richtung Neidenstein, geradeaus geht es auf einem Feldweg Richtung Waibstadt, wir laufen aber links in Richtung Helmstadt und zum Wolfslochweg.

Jetzt geht es ein Stückchen bergauf, aber auf ca. halber Strecke seht ihr am rechten Wegesrand ein kleines Bänkchen, das gerade einmal für eine Person reicht, hier könnt ihr kurz verschnaufen.

Einsame Bank. Copyright AliSa

Weiter geht’s! Auf dem Hügel angekommen haltet ihr euch an der Kreuzung rechts.

Eingang Wolfslochweg. Copyright AliSa.

Jetzt befindet ihr euch auf dem Wolfslochrundweg. Auf den nächsten zwei Kilometern gibt es so einiges zu entdecken.

Der erste Kilometer geht nur bergab. Zunächst kommt ihr an den ersten großen Ameisenhügeln vorbei. Diese sind mit einem Holzzaun eingezäunt, da Ameisenhügel in dieser Größe sehr selten geworden sind, stehen sie unter Naturschutz. Zählt mal mit: Wie viele könnt ihr im Wolfsloch entdecken?

Außerdem kommt ihr an einer kleiner Picknickecke vorbei und an der Wolfslochhütte. Beides lädt zu einer kurzen Rast ein. Zwischen Picknickecke und Hütte steht die ca. 200 Jahre alte Wolfsloch-Eiche. Wenn Bäume doch nur reden könnten, wer weiß was die Eiche uns alles erzählen würde.

Als nächstes kommt ihr dann an der Feuchtbiotopanlage vorbei. Ein kleiner Tümpel – betreten leider verboten, aber auch durch das Gebüsch sieht der kleine See sehr schön aus. Am See vorbei müssen wir jetzt gleich zweimal links laufen.

Links um den Tümpel rum. Copyright AliSa.

Beim ersten Mal links abbiegen laufen wir quasi einmal um den Tümpel herum und kurz am Feld entlang.

Nochmal links rum. Copyright AliSa

Dann geht es gleich wieder links in den Wald hinein und bergauf. Nach weiteren Ameisenhügeln kommen wir zum nächsten Highlight: die Wolfslochbuche. Wahnsinn, wie groß dieser Baum ist. Man vermutet, dass die Buche ungefähr 300 Jahre alt ist. Schafft ihr es die Buche einmal zu umarmen? Schickt uns doch ein paar Bilder von euren Versuchen.

Weiter den Berg hinauf sehr ihr auf der linken Seite eine kleine Brücke, die uns zur Alfred- Winterbauer- Buche führt.

Auf dem Weg geht es weiter bis zur nächsten Kreuzung. Und dann haben wir den Rundweg durchs Wolfsloch geschafft.

Ende des Rundwegs. Copyright AliSa

Wir laufen weiter geradeaus und gehen jetzt den gleichen Weg zurück, den wir gekommen sind. Bergab, vorbei an der kleinen Sitzbank, kommen wir zur Kreuzung am Feldrand. Wer möchte kann hier noch eine kleine Pause einlegen und die Aussicht genießen und dem Vogelgezwitscher lauschen – wie viele unterschiedliche Vögel könnt ihr erkennen?

Kreuzung im Wald. Copyright AliSa

Wir biegen an der Kreuzung rechts ab und laufen dann den Weg immer geradeaus, bis wir den Waldrand erreichen.

Weg raus aus dem Wald. Copyright AliSa

Dann gehen wir aus dem Wald hinaus und laufen auf dem Betonweg zurück nach Epfenbach.

Viel Spaß bei diesem Spaziergang – hier die Zusammenfassung der Fakten:

  • Dauer: rund sieben Kilometer
  • Kinderwagen: geeignet
  • Fahrrad / Laufrad: geeignet
  • Steigung: leicht

Ihr könnt den Spaziergang auch direkt über den Link über euer Handy folgen.

Das sind die beiden Spaziergänge für euch. Wir sind schon ganz entspannt für welche Route ihr euch entscheidet.

Wir wünschen euch und euren Papas einen wunderbaren Vatertag. Lasst es euch gutgehen, genießt die gemeinsame Zeit und die frische Luft in der Natur. Wir freuen uns über Verlinkungen auf Facebook und oder Instagram – dann sehen wir direkt eure Fotos.

Hat euch unser Blog Post gefallen? Dann freuen wir uns über einen kleinen Zuschuss für unsere virtuellen Kaffeekasse über diesen Link. Weitere Infos zu unserer virtuellen Kaffeekasse findet ihr hier. Vielen lieben Dank für eure Unterstützung für unser kleines Startup!!!

Bis bald

AliSa

PS: Wir hoffen sehr, dass wir ganz bald endlich mit euch gemeinsam Spazieren gehen können!!

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Oster Tradition – Osterlamm backen

Ihr Lieben,

wer kennt es nicht? Das gebackene Osterlamm zu Ostern, mit Puderzucker bestäubt oder mit Schokolade überzogen. Aber wisst ihr auch worauf diese leckere Tradition zurückgeht?

Das Schaf gilt seit Jahrtausenden als Symbol des Lebens, da es nicht nur Fleisch zum Essen bietet, sondern auch Wolle, um Kleidung herzustellen. In vielen Kulturen wird das Schaf auch als Opfertier verwendet und zu besonderen Anlässen geschlachtet.

Das Symbol “Osterlamm” findet ihr bereits im Neuen Testament, wobei Jesus selbst als Agnus Dei und somit Osterlamm bezeichnet wird. Darauf ist es auch zurückzuführen, dass das Osterlamm noch heute als das Symbol für Ostern dient. (Quelle: cms.vivat.de)

Kommen wir zurück zum süßen, leckeren Osterlamm

Fertig gebackenes Osterlamm auf einer Platte von https://jasmins-lieblingsstuecke.de/. Copyright AliSa

Wenn ihr für Ostern backen möchtet, benötigt ihr für ein Osterlamm folgende Zutaten:

  • 200g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)
  • 150g Butter / Magarine
  • 120g Zucker oder ein anderes Süßungsmittel
  • 3 Eier
  • 1/2 Päckchen Backpuler
  • ggf. Toppings wie Kakao, Kokosflocken, Mandeln usw.
  • Butter für die Form
  • ggf. Milch (wenn der Teig zu trocken ist)
  • Puderzucker zum Bestäuben oder Schokolade zum Überziehen
Zutaten für das Osterlamm, copyright AliSa

An sich ist das Rezept total einfach. Ihr braucht vor allem eine gute Osterlamm-Form und Butter, um die Form gut einzufetten.

Zunächst die Eier und die Butter schaumig rühren, Zucker dazufügen und dann das Mehl inklusive Backpulver. Sollte der Teig zu trocken werden, gerne etwas Milch dazugeben. Ansonsten könnt ihr den Teig gerne noch mit Kokosflocken, Kakao oder gemahlenen Mandeln verfeinern.

Danach den Teig in die Form geben und dann bei 180 Grad und Umluft für etwa 40 Minuten backen (jeder Backofen ist anders 😉 )

Nach dem Backen unbedingt gut gut gut auskühlen lassen und erst danach die Form öffnen. Nach dem Abkühlen je nach Lust und Laune verzieren und genießen.

Lasst’s eich schmecke 🙂

Bleibt gsund un dahaam

AliSa

PS: Wir frein uns eire Osterlämmer zu sehe, also schickt uns eire Bilder.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Bleibt dehaam – kaaft lokal

Ihr Lieben,

die Oster Woche beginnt und vielleicht seid ihr auch noch auf der Suche nach der einen oder anderen Kleinigkeit oder überlegt euch gerade, was ihr an Ostern kochen bzw. essen möchtet.

Wir von AliSa möchten auf all die wunderbaren Bäcker, Metzger, Gärtnereien, Frisöre, Läden, Restaurants, Cafés hier im Kraichgau aufmerksam machen. Vom Straßenverkauf, über Versandservice bis hin zum persönlichen Lieferdienst oder der virtuellen Einkaufsberatung, entstehen gerade bedingt durch die Corona Krise ganz neue, tolle Verkaufswege. Daher bleibt dehaam und kaaft lokal.

Wir haben eine kleine Sammlung für euch vorbereitet, diese ist aber längst nicht vollständig. Daher sendet uns gerne eure Tipps und wir nehmen diese hier mit auf:

Bleibt dehaam, bleibt gsund un kaaft lokal!

AliSa

PS: Kennt ihr schon Emmas App? Das ist eine App über die ihr regionale Produkte und Läden findet, online bestellen könnt und sogar liefern lassen könnt. Das wunderbare daran ist die Idee, dass sich Nachbarn gegenseitig Dinge mitbringen.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Virtuell kreativ – Palmsträußchen binden

Ihr Lieben,

heute möchten wir mit euch virtuell Palmsträußchen binden. Die Tradition der Palmsträußchen geht zurück auf den Einzug von Jesus nach Jerusalem und wird noch heute am Palmsonntag gelebt. Da derzeit keine Gottesdienste stattfinden können – vielleicht ist es eine Idee eins, zwei Sträußchen mehr zu binden und diese dann älteren Menschen vorbeizubringen? Was meint ihr?

Traditionell werden hierfür immergrüne Zweige verwendet, wie beispielsweise Buchsbaum, Fichten, Wacholder oder auch Weiden.

Material, copyright AliSa

Zu Beginn legen wir uns erstmal alles zurecht:

  • die Äste, die wir schon vor ein paar Tagen gesammelt und seitdem ins Wasser gestellt hatten
  • Eier (wir haben ausgeblasene Hühnereier verwendet)
  • Satinbänder
  • Bastkordel
  • Acyrlfarbe

Zunächst macht es Sinn die Eier anzumalen, dann können diese trocknen, während wir den Strauß binden:

Eier färben, copyright AliSa

Ein kleiner Tipp. Nutzt gerne ein Stäbchen, um die Eier rundum schön anzumalen:

Eier färben, copyright AliSa

Während die Eier in der Sonne trocknen, können wir nun beginnen, den Strauß zu binden:

Weidekätzchen, Buchs und “Goldregen”, copyright AliSa

Hierfür sortieren wir die Äste nach der entsprechenden Sorte und stellen diese dann so zusammen, dass es uns gefällt 🙂

Strauß binden, copyright AliSa

Dann nehmen wir den Bast und binden das Sträußchen erst einmal fest, sodass dieser nicht mehr auseinanderfällt.

gebundener Strauß, copyright AliSa

Danach befestigen wir das Ei auf dem kleinen Holzstab und stecken dieses Ei dann noch mitten in das Palmsträußchen.

gefärbtes Ei für den Strauß, copyright AliSa
fertiger Strauß, copyright AliSa

Danach geht es an die Dekoration des Palmsträußchens. Hierfür schneiden wir die Satinbänder zu recht und binden diese in den Strauß ein.

Satinbänder für den Strauß, copyright AliSa
fertiger Palmstrauß, copyright AliSa
Palmsträußchen, copyright AliSa

Wir sind gespannt auf eure Palmsträußchen. Schickt uns gerne Bilder oder verlinkt uns entsprechend auf Instagram und Facebook.

Bleibt dehaam un gsund

AliSa